Der Bund der Fußgänger Osnabrück hat sich wieder zu Wort gemeldet. Beziehungsweise das einzige Mitglied, das sich je zu erkennen gab. Schon 2013 hatte ich mich über einen Leserbrief echauffiert, der sich auch an mich als Teilnehmer der Critical Mass richtete. Nun hat der Vertreter der Fußgängerlobby am Bürgerdialog Verkehrswende teilgenommen. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet.



Und es ist wirklich traurig, dass der Bund der Fußgänger in Osnabrück mal wieder ausschließlich gegen Radfahrer keilt und dabei übersieht, dass beide eigentlich natürliche Verbündete sind. Konflikte entstehen ja nur, weil sie sich teilen müssen, was der Autoverkehr übrig lässt. (Übrigens noch nie ein Wort vom Fußgängerbund, wenn Fußgänger von Autofahrern getötet wurden.) Pauschalisierungen helfen hier nicht weiter. Natürlich haben Radfahrer auf dem Gehweg nichts zu suchen. Es ist aber oft die einzige Alternative zur Fahrbahn, wo sie zwischen Autos schlicht Angst haben zu fahren. Man sollte daher über die Gründe nachdenken.

Dass es daneben noch Idioten gibt, die beratungsresistent sind, ist auch klar. Die gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern. Sinnvoller als dieses „Schwarze-Peter-Spiel“ wäre aber ein Dialog, der die Neuverteilung der Verkehrsflächen als Ziel hat. Damit danach Platz für alle ist. Es ist absurd, dass sich die ohnehin benachteiligten Verkehrsteilnehmer im Schatten der Auto-Privilegierung streiten. Zusammenarbeit wäre hier für alle zielführender. Stattdessen setzt der Fußgängerbund weiter auf Konfrontation und die Autolobby lacht sich ins Fäustchen.

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