Am Sonntag ist Bundestagswahl und ich hoffe, ihr werdet von eurem Stimmrecht Gebrauch machen. Ich werde hier keine Empfehlung abgeben, aber in erster Linie gilt es, 2017 eine rechtspopulistische Fraktion mit rechtsextremen Elementen im Bundestag so klein wie möglich zu halten – wenn sie schon nicht zu verhindern ist. Und die Demokratie in Schwung zu halten. Unsere Großeltern bauten die erste funktionierende deutsche Demokratie auf, unsere Eltern entwickelten sie weiter und wir entscheiden uns für die Nichtbeteiligung und werden zu Demokratieversagern? Keine gute Idee!

Und für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die noch nicht entschieden haben, wo sie ihr Kreuz setzen sollen, kann die Radverkehrspolitik der Parteien vielleicht „das Zünglein an der Waage“ sein. Die nächste Bundesregierung muss deutlich mehr für den Radverkehr tun, damit es endlich mal voran geht. Gehört ihr zu den 87 Prozent, die die Bundesregierung nicht fahrradfreundlich finden, könnt ihr das ändern! Daher hier noch mal vier Links und darunter die von mir Anfang Juli geposteten Auszüge aus den Wahlprogrammen der aussichtsreichen Parteien. Also: informieren, entscheiden, Wählen gehen!

Radverkehr unterm Radar (detektor.fm)

Das sagen die Parteien zur Radverkehrsförderung (spoke magazine)

Bundestagswahl: Welche Parteien wollen eine Kaufprämie für E-Lastenräder?

Wahlprüfsteine: Fahrradverbände befragen Parteien zur Radverkehrsförderung



Hier sind die entsprechenden Auszüge aus den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2017.

CDU

Wir erwarten von den betroffenen Städten, dass sie auch die Fahrrad-Mobilität fördern, ähnlich wie dies in den Niederlanden oder in der Stadt Münster der Fall ist. Gerade junge Menschen sind häufig bereit, auf Fahrräder umzusteigen. Der Bund wird den Fahrradverkehr und den Radwegebau weiter fördern. Wir starten ein Programm zur Förderung von Radschnellwegen, die unabhängig von vorhandenen Bundesstraßen verlaufen.

SPD

Die Infrastruktur für den Fahrradverkehr wollen wir verbessern. Dazu gehören mehr innerörtliche Fahrradspuren, sichere Abstellmöglichkeiten und regionale Radschnellwege. Für E-Bikes müssen außerdem mehr Ladestationen unter anderem an öffentlichen Gebäuden zur Verfügung gestellt werden.

Bündnis 90/Die Grünen

Radverkehr ausbauen – mehr Platz für das Fahrrad

Immer mehr Menschen nutzen das Rad, weil es schnell, preiswert und bequem ist. Wir wollen die Infrastruktur für Fahrräder deutlich verbessern. Der Bund muss dabei mehr Verantwortung übernehmen. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen bauen wir Radschnellwege und ein bundesweites Netz von hochwertigen Radfernwegen. Wir wollen die Fahrradmitnahme in allen Zügen durchsetzen. Wir werden Kaufanreize für elektrisch unterstützte Lastenräder einführen, denn sie haben im Lieferverkehr großes Potential. In der Straßenverkehrsordnung schaffen wir fahrradfreundliche Regeln wie z.B. den „Grünpfeil“ für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Die LINKE

Fuß und Fahrrad vor! Wir wollen Radfahren und Zufußgehen im Alltag attraktiver und sicherer machen: Mehr Platz auf den Straßen, mehr sichere und intakte Rad- und Fußwege und mehr Fahrradabstellanlagen sind nötig. In den Städten und Ballungsgebieten müssen Radschnellwege mit grüner Welle geschaffen werden. Dafür muss der Bund ausreichend zweckgebundene Mittel für die Kommunen bereitstellen. Wir wollen die Straßenverkehrsordnung fahrradfreundlicher gestalten. (…) Wir wollen die Innenstädte vom Lieferverkehr entlasten. Die Anschaffung von E-Lastenfahrrädern soll ebenso gefördert werden wie Kombibusse, die auch Pakete transportieren.

FDP

Nichts.

AFD

Nichts.

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