Jahresrückblick 2015 TeaserbildÜberall gibt es im Dezember Jahresrückblicke. Und da ich über die Weihnachtstage ein bisschen Zeit hatte, um das abgelaufene Jahr noch mal Revue passieren zu lassen, gibt es auch hier einen. 2015 ist eine Menge passiert, es gab viele Diskussion, auch hier im Blog. Ich habe mal nachgeschaut, welche Artikel euch am meisten bewegt haben, sprich welche am häufigsten geklickt wurden.

An der Spitze steht da mit Abstand das Voting, bzw. die Übersicht der Fahrrad-Wandhalterungen. Inzwischen sind es 58. Und ich wage mal zu behaupten, dass das die ausführlichste Sammlung überhaupt ist. Es kommen ja auch immer wieder neue dazu.

Bei den eigentlichen Artikeln sieht die Top 5 wie folgt aus:

  1. Mit Sahne gegen Falschparker
    Mit Sprühsahne sind Berliner Fahrradaktivisten um Heinrich Strößenreuther im Januar gegen Falschparker vorgegangen.
  2. Bike Storage
    Schon deutlich älter ist der Artikel über die kleine Fahrradgarage „Bike Storage“ aus England. Wird aber nach wie vor sehr häufig geklickt. Zu Recht. Sieht ja auch wirklich super aus!
  3. Weinkiste
    Die von einem Freund selbst gebaute Wandhalterung „Weinkiste“ erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Mich würde mal interessieren, wie viele Leute die schon nachgebaut haben.
  4. Fahrräder für Flüchtlinge
    Auf Platz 4 ist meine Übersicht über Flüchtlingsprojekte zum Thema Fahrrad. Die Flüchtlingssituation hat uns das ganze Jahr beschäftigt und wird es auch weiter tun. In den Medien war viel von Grenzen die Reden – Obergrenzen, geschlossene und wieder geöffnete Grenzen. Dem wollte ich etwas dagegenstellen und habe unglaublich viele Initiativen gefunden. Dieses Engagement ist eins meiner Highlights in 2015.
  5. Chaos vor Schulen
    Im Herbst hatte ich mir die Situation vor Osnabrücker Schulen angeschaut und versucht zu erklären, warum es eben nicht sicherer ist, seine Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Ein zuweilen heikles Thema mit wenig Einsicht…

Was war sonst?

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hatte eine, wie ich – und nicht nur ich – finde, miserable Kampagne zum Thema Fahrradhelm, in Osnabrück haben wir den ersten Ride of Silence Deutschlands durchgeführt, die Critical-Mass-Fahrten in ganz Deutschland sind deutlich angewachsen, über die beste Infrastruktur für den Radverkehr wird weiter lebhaft diskutiert und Falschparker sind asozial.

Highlight – im positiven und negativen Sinn…

Wie schon erwähnt, war das positive Highlight das riesige Engagement vieler Freiwilliger in ganz Deutschland für Flüchtlinge – über 300 Projekte sind dokumentiert. Auch wenn es „nur“ ein Fahrrad ist, das die Geflüchteten bekommen, so bedeutet es doch immerhin ein gutes Stück Mobilität.

Der Tiefpunkt war sicher der Tod eines 21-järigen Radfahrers, für den wir im Oktober das vierte Ghost Bike in Osnabrück aufstellen mussten. Somit hat es Osnabrück wieder nicht ohne tödlich verunfallten Radfahrer durch das Jahr geschafft.

Ausblick

Es gibt also noch viel zu tun – in Osnabrück und anderswo. Spannend könnte zum Beispiel der Radentscheid in Berlin werden. Und wie viel Leben kann dem Programm Neues Zusammenleben in der Stadt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eingehaucht werden? Und bringen wir weiterhin Menschen dazu, mehr Rad zu fahren – im Alltag? Die Themen in den Bereichen Fahrrad und Radverkehr werden sicher nicht so schnell ausgehen. Es wird also auch an dieser Stelle weitergehen!

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