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Osnabrück will den Wall für Radfahrer sicherer machen

Im April 2014 bin ich einmal rund um den Osnabrücker Wall gefahren, um zu dokumentieren, dass die Stadt kein einheitliches Konzept hat, was die Radverkehrsführungen angeht. Allein auf dem Wall findet man so ziemlich alle Formen von Radwegen – zum Teil katastrophal angelegt, was auch schon mehrere Menschenleben gekostet hat.

Im April 2014 bin ich einmal rund um den Osnabrücker Wall gefahren, um zu dokumentieren, dass die Stadt kein einheitliches Konzept hat, was die Radverkehrsführungen angeht. Allein auf dem Wall findet man so ziemlich alle Formen von Radwegen – zum Teil katastrophal angelegt, was auch schon mehrere Menschenleben gekostet hat.

In der Zwischenzeit hat sich zumindest an zwei Stellen etwas getan. Zum einen wurde im Zulauf zur Kreuzung an der Kommenderiestraße der abgetrennte Hochbordradweg an die Fahrbahn gezogen und in einen breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Daneben gibt es seit 2018 auch eine getrennte Ampeschaltung, damit sich die Wege von abbiegenden PKW/LKW nicht mehr mit geradeausfahrenden Radfahrern kreuzen. Zum anderen wurde am Heger-Tor-Wall mit der ersten Protected Bike Lane endlich mal ein Stück Radweg gebaut, das seinen Namen verdient.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Im vergangenen Jahr wurde die Verwaltung beauftragt, bis Ende 2020 einen vollständigen Maßnahmenplan für den zukunftsfähigen Ausbau der Radwege am Wallring vorzulegen. Dies sei „ein komplexes und anspruchsvolles Vorhaben“, verbunden mit erheblichen Kosten. Die Verwaltung will daher das neu aufgelegte Förderprogramm „Förderung innovativer investiver Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs“ des BMVI nutzen und hat im Interessenbekundungsverfahren das Projekt „Innovative Radverkehrsanlagen am Wallring: Überplanung des innerstädtischen Hauptverkehrsstraßenrings“ eingereicht. Bei einer positiven Entscheidung des BMVI werden die Planungskosten voraussichtlich zu 90 Prozent gefördert. Leider sei mit einer Entscheidung erst in ca. 3 Monaten zu rechnen.

Dennoch ist es gut, dass die Verwaltung an diesem Thema dran ist. Natürlich ist so eine grunlegende Umgestaltung von jahrzentelange Fehlplanung nicht mal eben schnell gemacht. Und auf zwei, drei Monate kommt es jetzt auch nicht mehr an. Trotzdem bin ich gespannt wie und wann es weitergeht und wie die neuen Lösungen aussehen werden. Schließlich hat der Wall auch für den Radverkehr eine herausragende Bedeutung. So üble Fallen, wie auf dem letzten Bild, ließen sich allerdings auch schneller beseitigen…

Fotos: dd

Eine Antwort auf „Osnabrück will den Wall für Radfahrer sicherer machen“

Ich wäre ja dafür die Innenstadt Autofrei zu machen. Warum sollte man den faulen Autofahrern auch noch Vorteile verschaffen? Sie weigern sich das Fahrrad zu nehmen oder die Öffis die wesentlich schadstoffärmer sind. Sie verpesten unsere Luft zum Atmen, treiben die Klimakrise voran und sorgen immer wieder für Unfälle. Wie viele Menschen sind wegen Autofahrern schon im KH gelandet, für den Rest des Lebens querschnittsgelähmt oder sogar tot? Im Straßenverkehr ist der Schutz des Schwächeren ja wohl wichtiger als die Bequemlichkeit des stärkeren. Auch nehmen sie überhaupt keine Rücksicht auf Fahrradfahrer und Fußgänger. Hauptsache sie kommen schnell und bequem ans Ziel. Ob Menschen oder gar Kinder dabei sterben könnten? Shit Happens. Nein lieber kaufen sie sich noch ein fetten SUV weil man ja nicht nur schnell und bequem ans Ziel kommen will sondern dabei möglichst auch noch auffallen will. Beim Kauf denken sie aber nicht an die Sicherheit ihrer Mitmenschen. Hauptsache die dickste und schönste Karre auf der Straße haben ist die Devise.

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