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Osnabrück

Rückblick: verkehrspolitische Radtour

Um die 30 Radfahrerinnen und Radfahrer sind der Einladung des ADFC Osnabrück gefolgt und haben an der verkehrspolitischen Radtour durch Osnabrück teilgenommen. Darunter auch Vertreter aus der Stadtverwaltung und dem Stadtrat. Die Route hatte der ADFC vorher abgesteckt. In kleinen Gruppen (leider konnte ich daher nicht mit allen TeilnehmerInnen sprechen) und kurzen Abständen ging es einmal um die Innenstadt – mit Zwischenstopps für Diskussionen.

Dabei haben Mitglieder vom ADFC auf Missstände in der Radverkehrsinfrastruktur hingewiesen, die dann auch durchaus diskutiert wurden – gefährliche Kreuzungen, Bordsteine, unklare Radverkehrsführung, zu schmale Radfahrstreifen. Angesprochen wurde vieles. Und deutlich wurde dabei auch, dass es ganz unterschiedliche Typen von RadfahrerInnen gibt. Eine Teilnehmerin befürwortete zum Beispiel Alternativrouten zum Wall. Aber Verdrängung als kleinstes Übel und einfachste Maßnahme ist meiner Meinung nach keine Lösung.

Natürlich sind von einer solchen Tour auch keine spontanen Lösungen zu erwarten. Es war aber gut, mal wieder Verantwortliche aus verschiedenen Bereichen zusammen zu bekommen und zumindest Denkanstöße zu geben.

Von Frau Bauer, zuständig für den Radverkehr bei der Stadt, habe ich erfahren, dass die im Ausschuss für Stadtentwicklung angekündigten Maßnahmen bzgl. der Kreuzung Kommenderiestraße/Johannistorwall nun zügig geprüft und umgesetzt werden sollen. Ich war mir sehr schnell mit ihr einig, dass eine alleinige Rechtsabbiegerspur mit Grünpfeil die beste Lösung wäre (übrigens nicht nur an dieser Stelle) und ein Ende der tragischen Unfälle bedeuten würde. Es müsse jetzt nur noch geprüft werden, ob die Ampelschaltung dies hergebe und ein eventueller Rückstau Effekte auf die Kreuzung an der Schlossstraße habe, so Bauer.

Über die weitere Vorgehensweise werde in den kommenden zwei Wochen bei der Stadt entschieden. Theoretisch kann die Entscheidung also noch in 2014 fallen. Allerdings erinnerte Bauer auch an die „knappen Kassen“ der Stadt. Man müsse sich wohl darauf einstellen, dass in Zukunft kein großer Wurf zu erwarten sei, dafür eher kleinere Maßnahmen. Dabei kann man gerade in Bezug auf den Radverkehr mit kleinen Maßnahmen große Schritte machen – zum Beispiel mit Tempo 30-Zonen.

Jetzt bleibt also erst mal abzuwarten, was die Stadt an der besagten Kreuzung macht. Ich kann aber auch spontan drei, vier ähnliche Fälle nennen, wo man tätig werden kann, bevor wieder etwas Schlimmes passiert.

Danke auf jeden Fall dem ADFC für die Idee und Organisation der Tour. Die Notizen mit den bestehenden Problemen und Lösungsansätzen vom ADFC gibt es hier.

poli-tour-NOV-2014 aktuellGrafik: ADFC Osnabrück

5 Antworten auf „Rückblick: verkehrspolitische Radtour“

Auf der einen Seite finde ich es gut, das sie was für die Sicherheit der Radfahrer machen wollen. Schade ist aber, das man bei wichtigen Punkten nicht schnell reagiert. Eine Stelle, an der es viele Unfälle gibt, sollte man schnell beseitigen, auch wenn das Geld gerade knapp ist.

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