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Radverkehr

Osnabrück plant Radschnellwege

Die Stadt Osnabrück berät mit den Nachbargemeinden Belm, Lotte und Wallenhorst und den Kreisen Steinfurt und Osnabrück zurzeit über mögliche Radschnellwege. Nach einer ersten Machbarkeitsstudie, bei der drei Strecken als relativ tauglich erachtet wurden, will die Masterplanregion 100% Klimaschutz nun ihre Planungen vertiefen und auf eine der drei Strecken fokussieren.

Eine mögliche Strecke liegt im Westen und führt vom Rißmüllerplatz nach Wersen. Im Norden könnte ein möglicher Radschnellweg über die Bramscher Straße und die Oldenburger Landstraße nach Wallenhorst führen. Großes Potenzial hat auch die Strecke von der Liebigstraße in Osnabrück nach Belm, die dann eine Alternative zur stark befahrenen und für Radfahrer in weiten Abschnitten schlecht ausgebaute Bremer Straße bietet. Im Süden wird es vorerst keine vertieften Planungen geben, da die Topographie hier keinen großen Fahrrad-Pendelverkehr erwarten lässt.

Eine Karte der möglichen Strecke taucht bereits im Osnabrücker ADFC-Magazin Kettenblatt auf Seite 14 auf. Und insgesamt ist der ADFC auch recht kritisch, ob der hohen Kosten solcher Projekte:

Solange nicht seit Jahren geplante oder notwendige Maßnahmen abgearbeitet sind – Haseuferweg, Mindener Straße etc. – darf es kein Geld für Radschnellwege geben.

Allein der Name Radschnellweg sollte bei Radfahrern aber schon höhere Gefühle auslösen. Endlich eine Strecke nur für den Radverkehr, im Optimalfall ohne Kurven und Querungen und immer mit einer minimalen Breite von vier Metern zum komfortablen und sicheren Überholen. Inwieweit man das in Osnabrück umsetzen kann, bleibt abzuwarten. Auf dem Land ist Platz für solche Projekte. In der Stadt wird es wohl kaum vier Meter breite Trassen nur für Radfahrer geben. Hier werden sicher viele Kompromisse gemacht werden müssen, wie zum Beispiel Fahrradstraßen, von denen ich bekanntlich kein großer Fan bin.

Weitere Details gibt es, wenn die bisherigen Ergebnisse dem Stadtrat vorgestellt wurden. Zumindest bis dahin kann man ja noch träumen… :-)

Radschnellwege Osnabrücker LandGrafik: Stadt Osnabrück

5 Antworten auf „Osnabrück plant Radschnellwege“

Der ADFC Nürnberg hat auch schon Vorschläge für Radschnellwege ausgearbeitet. Ob das bei der Stadt „schon“ diskutiert wird, weiß man nicht.
Ich denke mal, mit der Umsetzung der Pläne könnte man für 2034 rechnen. ;-)

An der gleichen Bahntrasse an der jetzt der Radschnellweg nach Belm gebaut wird, gibt es Richtung Süden auch schon einen Weg von der Parkstraße bis nach Hasbergen. Ich wundere mich warum nie jemand auf die Idee kommt diesen Weg zum Radschnellweg auszubauen. Von der Parkstraße bis zur Iburger Strasse wäre es dann auch nicht mehr weit, aber auf der Trasse wird ja jetzt ein neuer Bahnhof wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt geplant. An Radwege zur Innenstadt wird da sicher nicht gedacht.

Natürlich habe ich daran schon gedacht. Und mich auch ein bisschen informiert. Das Problem ist hier der Abschnitt, der hinter der Feldstraße durch den Wald führt. Der ist oft nur schwer befahrbar. Das lässt sich leider nicht so einfach ändern, da der Wald Privatbesitz ist. Und den Besitzer kann man nicht zu einem asphaltierten Radschnellweg zwingen. Dahinter, ab Hörne, ist der Wirtschaftsweg ja eigentlich ganz gut. Kurz vor Hasbergen müsste man noch was machen…

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