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Radverkehr

ADFC fordert Verkehrswendeministerium

Den am Montag vorgelegten Sachstandsbericht des Weltklimarats („IPCC-Bericht“) versteht der Fahrradclub ADFC als dringenden Appell an Deutschland, den Verkehrssektor kraftvoller als bisher klimafreundlich umzugestalten.

Den am Montag vorgelegten Sachstandsbericht des Weltklimarats („IPCC-Bericht“) versteht der Fahrradclub ADFC als dringenden Appell an Deutschland, den Verkehrssektor kraftvoller als bisher klimafreundlich umzugestalten. Notwendig dafür sei die Weiterentwicklung des Bundesverkehrsministeriums zu einem Verkehrswendeministerium und eine klare Priorisierung des Radfahrens bei der Mobilität in Städten und Gemeinden. Der ADFC hat einen Aktionsplan für die neue Bundesregierung.

Wir brauchen eine völlig neue Mobilitätskultur, in der es selbstverständlich ist, täglich das Rad zu benutzen.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Um die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden, reicht es nicht, 50 Millionen Autos auf E-Antrieb umzustellen – und im Übrigen weiterzumachen, wie bisher. Wir brauchen eine völlig neue Mobilitätskultur, in der es selbstverständlich ist, täglich das Rad zu benutzen. Auch beim Pendeln gibt es massenhaft ungehobenes Potenzial, Autofahrten und CO2 einzusparen. Mit einem Verkehrsministerium, das in der Förderpolitik und beim Gesetzesrahmen weiter den Autoverkehr priorisiert, klappt das nicht. Wir brauchen unter der neuen Bundesregierung ein Verkehrswendeministerium, das in den ersten 100 Tagen ein neues Straßenverkehrsgesetz vorlegt – mit klarem Vorrang für die klima- und umweltfreundlichen Verkehrsarten. Damit Deutschland schnell Fahrradland mit lückenlosen Radwegenetzen wird, brauchen wir eine gesetzlich geregelte Finanzierung anstelle von kurzatmigen Sonderprogrammen. Die Zeit drängt.“

50 Prozent der mit dem Auto zurückgelegten Fahrten sind kürzer als fünf Kilometer, 25 Prozent sogar kürzer als zwei Kilometer. Diese Größenverhältnisse gelten sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Es besteht also ein erhebliches Verlagerungspotenzial, wenn es ein attraktives Radinfrastrukturangebot und einen gut ausgebauten ÖPNV gibt. Die von der Bundesregierung eingesetzte Fachkommission „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ bestätigt, dass der Radverkehr einer der größten CO2-Hebel im Bereich der urbanen Mobilität ist.

3 Antworten auf „ADFC fordert Verkehrswendeministerium“

„mit lückenlosen Radwegenetzen“ und „Radwege ohne Begründungszwang“ (aka Radwegezwang ohne Begründung) *ist* Weitermachen wie bisher. Dieser Aktionsplan könnte auch aus der BMW-Firmenzentrale stammen.

Wenn der ADFC Fahrbahnverbote für Radlinge für eine „Verkehrswende“ hält, frage ich mich, ob FUSS e.V. nicht der bessere Fahrradklub ist.

Den ADFC kann ich garnicht mehr ernst nehmen, vor Jahren begrüßte man noch den Rückbau von Radwegen mit der Begründung „Radfahren auf der Fahrbahn ist besser/sicherer“, dann als sie hatten was sie wollten fuhren sie mit der Poolnudel und vielen Kinderrädern, Kinderanhängern genau da auf der Fahrbahn wo früher abgetrennte Hochbordradwege waren und wollten die Radwege zurück.
Und regelmäßig seit 3-4 Jahren finden nun diese „Protected-Bike-Lane“-Demos statt und behauptet, das sei was ganz tolles und neues, dabei ist das nur wieder der altbekannte abgetrennte sichere Radweg unter neuem Namen.

Und die ADFC-KVs der Region und andere Gruppen wollen nun Radschnellwege haben! Wenn man sich die Karten dazu ansieht, stellt man fest, dass der ganze Haufen selbst ernannter Radlobbyisten hier null Ahnung vom bestehenden Wegenetz und der Umgebung hat, einerseits werden Routen durch Biotope und Überschwemmungsgebiete gefordert, andererseits Strecken über bereits bestehende und ausgebaute Radwege an Straßen und über asphaltierte Feldwege gewollt. Die feinen Herrschaften in den Radvereinen brüsten sich mit hart erarbeiten Titeln und Graden, stellen tolle Präsentationen vor, glänzen aber mit völliger Ahnungslosigkeit und Unkenntnis wenn man sie direkt auf den einen oder anderen Weg auf der Karte anspricht.

Neuerdings fordert man auch noch Velorouten, ganz toll soll das sein. Als ich dann mal mit einem Fahrradstadtplan vor deren Nase wedelte und fragte, was der Unterschied zwischen der „ihrer“ Veloroute und den im Plan eingetragenen und ausgeschilderten Fahrraddrouten sei, konnte man mir gar keine schlüssige Antwort mehr geben. Die Flyer zu der „neuen“ Veloroute werden mit Bildern aus der ganzen Welt befüllt und von der örtlichen Radinfrastruktur haben unsere Radellobbyisten keine Ahnung.

der ADFV-KV hier sagt von sich er hätte 13000 Mitglieder, beachtlich, aber man sieht immer nur dieselben 20-30 Hansels hier rumpoltern und auf den Zeitungsbildern Grinsebacke machen.
Dann gründet man aus Mitgliedern von ADFC und anderen Gruppen ne Initiative zum Radentscheid nach Strößenreuthers Vorbild und scheitert damit ziemlich grandios bei der Stadtverwaltung, lediglich einige Parteien lenken ein und wollen etwas über die Ratsfraktionen einbringen. Und das widerum wird den Bürgern als großer Erfolg verkauft, das Versagen beim Volksentscheid total unterschlagen.
Und man Rate mal, wer da in der ach so „neuen“ Initiative immer bei Aktionen und auf den Bildern zu sehen ist, richtig, die alten 20-30 Zottelköpfe vom ADFC, welche schon vor 20-30 „Radfahren auf der Fahrbahn ist sicherer“ gesagt haben.

Herrausragend unter den grandiosen Fahrradlobbyisten in BS ist dabei noch ein älterer Herr mit Häusern im Grüngürtel der Stadt, welcher sich immer lauthals für Radwege und Radinfrastrukur am anderen Ende der Stadt engagiert, jedoch als man vor seinem Wohnhaus Parkplätze zu Gunsten breiterer Gehwege umbauen wollte plötzlich ne BI gegen den Parkplatzrückbau gründete.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der ADFC den Hals nicht mehr voll genug bekommt und wirklich wesentliche Radverkehrsprobleme und Schäden gar keine Beachtung mehr finden.

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