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Links der Woche

Links der Woche #270

Moin moin, es gibt mal wieder eine Untersuchung, die den Hybrid-Schwindel von Bundesregierung und Autoindustrie entlarvt: Plug-In-Hybride stoßen deutlich mehr CO2 aus, als bisher angenommen und verschärfen die Klimaprobleme im Verkehrssektor zusätzlich. Staatlich gefördert! Gleiches Thema: Volkswagen hat die Klimaschutzvorgaben der EU dank legaler Tricks nur knapp verfehlt und kann die damit verbundenen Strafzahlungen in Grenzen halten. Dem Klima bringt dieser „Fortschritt auf dem Papier“ natürlich herzlich wenig, denn tatsächlich ausgestoßen wird mehr CO2. Aber die Entscheidungsträger in der aktuellen Politik wollen es ja so.

Ein Assistenzsystem von BMW ermuntert Fahrer, Tempolimits deutlich zu überschreiten – auch in 30er-Zonen. Der Hersteller sieht darin kein Problem. Der Tempoassistent werde eher akzeptiert und häufiger genutzt, wenn er den Regelbruch zulässt. Zu schnelles Fahren ist also so selbstverständlich, dass die Möglichkeit des zu schnellen Fahrens in Systeme zur Begrenzung des zu schnellen Fahrens schon mit eingebaut wird. Das erhöht die Akzeptanz von Geschwindigkeitsbegrenzung ganz sicher.

Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der LKW, die Waren aus China nach Europa bringen, explosionsartig auf 36.000 angestiegen. 2019 waren es nur 620 LKW. Der zusammengebrochene Luft- und fehlende Container für den Schiffsverkehr haben es möglich gemacht. Im SZ Magazin gibt es einen wichtigen Text, warum Verkehrsplanung geschlechtergerecht, kinderfreundlich und inklusiv sein muss. Und dann empfehle ich noch diesen Twitter-Thread des fairkehr-Magazins, der zeigt, wie trist das Bundesverkehrsministerium den Verkehr in diesem Lande sieht. Die Bedürfnisse der Menschen sind der CSU-Vorstellung mal wieder weit voraus. Jetzt aber viel Spaß bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen.

Der Rasomat (Spiegel)

Tschuldiung (BR quer)

Der traut sich was (taz)

Letzte Meile per Rad (taz)

Da hat sich was angestaut (ZEIT Online)

Es war einmal ein Statussymbol (ZEIT Online)

Kommt Zeit, kommt Rad (Süddeutsche Zeitung)

Radschnellwege für die Verkehrswende (nano)

Deutlich weniger Verkehrsunfälle (Tagesschau)

Hybridautos gefährden Klimaziele (Frankfurter Rundschau)

Ist es radikal, die Städte autofrei zu machen? (SZ Magazin)

Mehr Rad- und Fußwege: Lübeck plant Verkehrswende (NDR)

Radfahren: Die Hersteller kommen kaum noch hinterher (ZEIT Online)

100 Millionen Euro Strafe für VW wegen verfehlter CO2-Ziele (Frankfurter Allgemeine)



An dieser Stelle gibt es heute mal einen Podcast, der sich mit urbaner Logisitik beschäftigt. Insgesamt zwar eine Werbeveranstaltung eines Unternehmens, aber am Gespräch in der eingebetteten Folge nimmt u.a. Brigitte Strathmann von der Mobilen Zukunft Osnabrück teil. Kernfrage: Welche Konzepte braucht es für die Letzte Meile?

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5 Antworten auf „Links der Woche #270“

# Helm :
Da wird auf die Zeitung eingeprügelt, die nur den Polizeibericht wiedergeben hat .
Wenn meckern – dann bei der Polizei…..

#Trixi-Spiegel :
Mit Sicherheit kein Allheilmittel- aber eine Hilfe für die Lkw-Fahrer, deren Chef zu geizig für die Nachrüstung des Abbiegeassistenten ist . Und eine Chance mehr das wir Radfahrer gesehen werden.

@Uwe Trettin: Trixi-Spiegel sind Placebos. Frag mal in Osnabrück nach. Jeder LKW kommt mit einem Spiegelkabinett daher. Nur, wenn der Fahrer nicht hineinschaut, dann bringt ein Trixi-Spiegel auch nichts. Die wirksamste Maßnahme gegen Rechtsabbiegerunfälle ist immer noch, nicht rechts von Rechtsabbiegern geradeaus zu fahren.

Thomas: ich fahre selber 40-Tonner …. und im Toten Winkel kannst du ganze Schulklassen verstecken. Wenn du nicht ständig guckst kannst du durchaus in einem bestimmten Bereich Radfahrer nicht sehen . Die Spiegel sind daher eine sinnvolle Ergänzung. Und wenn ich mit dem Rad unterwegs sind, kann ich via Spiegel gucken ob der Lkw-Fahrer auch aufmerksam ist …..
Mit den neuen Kamerasytemen wird das ganze besser . Zusammen mit den Abbiegeassistenten erhöht sich die Sicherheit erheblich. Wichtig ist nur das verhindert wird das sich die Warneinrichtungen abschalten lassen….

@Uwe Trettin: Wenn der 40-Tonner einen toten Winkel hat, darf er nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Die komplette Rundumsicht ist EU-weit schon seit über zehn Jahren vorgeschrieben.

Warum sonst muß die Polizei bei Vorführungen regelmäßig Spiegel abdecken, um „ganze Schulklassen“ im toten Winkel verschwinden zu lassen? Siehe hier http://www.schule-ortenburg.de/seite/197089/aktion-toter-winkel.html oder hier https://www.fahrradmagazin.net/veranstaltungen/projekt-toter-winkel/ oder hier http://rt89.de/toterwinkel/ etc. pp.

Ob Abbiegeassistenten den Blutzoll senken können, muß sich erst noch zeigen. Sie werden Gefahrensituationen nicht zu 100 % erkennen können. Bei der in Deutschland zunehmend beliebten holländischen Kreuzungsgestaltung sollen sie ja schon wirkungslos sein. Die LKW-Fahrer dagegen werden sich in falscher Sicherheit wiegen und schneller und weniger aufmerksam um die Kurve heizen. Wenn es ganz dumm kommt, gibt es mit Abbiegeassistenten mehr Tote als ohne.

Wie gesagt: wenn ich mich als Radfahrer gar nicht erst in Gefahr begebe, hängen mein Leben und meine Gesundheit nicht von solchen Notlösungen wie Abbiegeassistenten und Spiegeln ab.

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