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Osnabrück Radverkehr

Erster Grünpfeil für Radfahrer in Osnabrück

Über den Grünpfeil für Radfahrer habe ich ja bereits etliche Male geschrieben. Viele Städte fordern die offizielle Einführung, damit sie es Radfahrern nicht unnötig schwer machen müssen. Auch einige Pilotprojekte gibt es inzwischen – zum Beispiel in Ulm und Köln.

Jetzt ist mir aber sogar in Osnabrück eine pragmatsische Lösung aufgefallen. An der Hannoverschen Straße hängt (seit ?) unter einer Ampel ein Schild, das ich so noch nicht gesehen habe und das Radfahrern das Weiterfahren auch bei roter Ampel erlaubt. Und warum auch nicht? Es gibt keinen querenden Verkehr, die Ampel steht ausschließlich für den motorisierten Verkehr. Radfahrer fahren einfach geradeaus auf ihrem Radfahrstreifen weiter, ohne dass ihnen jemand in die Quere bzw. sie jemandem in die Quere kommen können.

Zumindest an diesen T-Kreuzungen sollte es langsam keiner do it yourself-Lösung mehr bedürfen. Umso besser, dass die Stadt hier eine unkomplizierte Lösung einfach mal umsetzt. Darauf lässt sich aufbauen. Es gibt weitere Ampeln, die Radfahrer unnötig ausbremsen und einen Grünpfeil auch und besonders für rechtsabbiegende Radfahrer brauchen.

Fotos: dd

15 Antworten auf „Erster Grünpfeil für Radfahrer in Osnabrück“

Das kann man mit „Radfahrer frei“ auch StVO-konform lösen. Ansonsten: Natürlich muss eine „richtige“ Lösung her. Die Regelung aus Idaho und Paris finde ich sehr nachahmungswert, da sie sich nicht nur auf das Abbiegen nach rechts beschränken, sondern flexibel eingesetzt werden können.

In Frankfurt am Main hat man an so einer Einmündung eine kleine Radfahrerampel angebracht, die immer auf Grün steht. Das ist zwar regelkonform aber auch ziemliche Ressourcenverschwendung.

Habe ein Foto gemacht.
Es ist nicht gut zu erkennen. Das grüne Licht unten ist ein grünes Fahrrad-Symbol. Es gibt keine separaten Rot- oder Gelb-Lichter für Radfahrer.
An der Stelle kann aber eigentlich auch nichts den Radweg kreuzen. Ganz theoretisch könnten Radfahren von links kommen. Aber das macht praktisch keinen Sinn und der Bordstein ist auch nicht abgesenkt.

Ich würde das eher als Wegweiser für eine mit grünem Punkt gekennzeichneten Radroute identifizieren. Warum nicht das Sinnbild Kfz in den Leuchten?

Ich bilde mir ein schonmal so ein Schild in OS gesehen zu haben,
konnte mir da nie nen Reim drauf machen….

Mir wären stadteinwärts Sensoren lieb oder zumindest eine schneller reagierende Ampel. PKW haben grün und man wartet vorm roten Fahrradsignal.

Mir fallen spontan diverse mögliche Stellen ein, an denen der Grünpfeil für Radfahrer sinnvoll eingesetzt werden könnte: Mindener Straße gegenüber Autobahn-Auffahrt A33 Richtung Norden, gegenüber Einmündung der Straße Am Tie, an der Hannoverschen Straße gegenüber Einmündung Schweerstraße, dann an den im Kettenblatt per Foto vorgestellten Beispielen „Rechtsabbiegen in die Dielinger Straße“, „Rechtsabbiegen in den Nikolaiort“. An den letztgenannten Stellen wäre aber unbedingt ein neu zu etablierendes Zeichen „Vorfahrt achten“ mit integriertem Grünpfeil für Radfahrer angebracht wegen der querenden Fußgänger, ähnlich den in Frankreich eingesetzten Schildern, wobei es hier eigentlich „Vorrang“ heißen müsste und nicht „Vorfahrt“.
Wir hatten den grünpfeil übrigens seitens des ADFC auch schon im Jahr 2016 propagiert (siehe Kettenblatt Ausgabe 2/2016).
Ach ja, an der Hamburger Straße steht ja seit geraumer Zeit eine LSA, die den Verkehr über die einspurige, halb angängige Brücke regelt und eigentlich auch die Radfahrenden ausbremst, woran sich natürlich niemand hält – auch hier wäre mindestens ein „Radfahrer frei“ angebracht.

Eine mit praktischem Nutzen.
Oder hältst Du mit dem Rad ernsthaft z.B. an der Hamburger Str. Richtung Hasepark an, wo der Radweg komplett getrennt vom KfZ-Verkehr ist, wo es eigentlich nur um die Verengung auf der Brücke geht, die Radler*innen nicht betrifft – und wo eben auch die Linie fehlt?
Wenn es auch nur ansatzweise sinnvoll ist, eine Ampel zu beachten, existiert in aller Regel auch eine entsprechende Haltelinie.

Ist nicht der erste. Gibt’s auf der Strecke von Belm nach OS (an der Baustelle) schon seit ’ner ganzen Weile. Ob das als Dauerlösung gedacht ist, ist ’ne andere Frage…

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