„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ – nach diesem Motto entstehen in vielen Städten immer mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Auch Osnabrück ist da inzwischen auf einem guten Weg.

Da Fahrräder praktisch überall „wild“ abgestellt werden (können), ohne dass sie (in kleiner Anzahl) stören, haben sich Städte mit der Frage nach systematischen Abstellmöglichkeiten eher untergeordnet befasst. Großflächige Konzepte gab es bisher meist nur an Bahnhöfen oder Veranstaltungsorten. Und selbst Supermärkte in Wohnvierteln ignorieren radfahrenden Kunden größtenteils.

Bei Straßensanierungen wie in der Osnabrücker Wüste wird die Frage nach Fahrradbügeln inzwischen aber immer mitgedacht. Und da fallen dann zugunsten von 24 Fahrrädern auch mal drei Autostellplätze weg.

Heute wurden in der Georg- und Möserstraße in der Innenstadt weitere 32 Bügel eingeweiht. Und zum ersten Mal sind auch explizit zwei Bügel für Lastenräder dabei. Diese stehen etwas weiter auseinander und werden noch durch ein Schild und Piktogramme gekennzeichet. Ein Taxistand wurde hier verlegt, sodass die Räder direkt an der Straße und noch vor der Fußgängerzone abgestellt werden können. Kleiner Lerneffekt beim Praxistest: für das Lastenrad von Freya ist der Parkstreifen sogar zu schmal. Dafür könnten die Bügel jetzt noch leicht schräg gestellt werden. Dann passt auch so ein langes Rad passgenau drauf.

„Einzelhandelskunden und Besucher der Innenstadt wollen ihre hochwertigen Räder diebstahlsicher verwahrt wissen“, erläuterte Christiane Kirchhoff-Billmann, Geschäftsführerin von Betten Kirchhoff den Hintergrund dieser Maßnahme, die auch sie unterstützt hatte. Und Stadtbaurat Frank Otte ergänzte: „Die Georgstraße ist ein Teilbereich unseres Konzeptes für Fahrradparken in Osnabrück. So ein Projekt funktioniert jedoch nur dann reibungslos, wenn alle Beteiligten sich einig sind, etwas für die Lebensqualität vor der eigenen Haustür zu tun. Die Abstimmung hat in der Georgstraße wunderbar funktioniert. Der Dialog zwischen Eigentümern, der Stadt und in diesem Fall mit dem Büro Garthaus, Architekten & Stadtplaner hat zu einer guten Lösung geführt.“

Fahrradparken Georgstraße (6)

Nach und nach sollen an allen Seiten der City Lastenradbügel entstehen. Und mit dem Konzept „Fahrradparken in der City“ hat die Stadt ohnehin schon ein Programm für neue Fahrradbügel, das abgearbeitet wird. Auch der Arndtplatz und die Uni haben inzwischen neue Fahrradbügel bekommen. Der Bedarf ist praktisch überall vorhanden. Jetzt wird beim Angebot langsam nachgesteuert.

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