Kategorien
Osnabrück

Fahrradparken in der City

Osnabrück bekommt mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt. Das hat der Rat letzte Woche beschlossen. Dabei sollen neue Bügel zeitnah an den folgenden Stellen entstehen: Kamp/Nikolaiort/Domhof, Jürgensort/Adolf-Reichwein-Platz und Rolandsmauer/Große Gildewart. Die Stadt hat erkannt, dass die Zahl der Radfahrer zunimmt, es dadurch aber zu “massiven Problemen” kommt…

Fahrradparken Adolf-Reichwein-PlatzOsnabrück soll mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt bekommen. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt letzte Woche beschlossen. Dabei sollen neue Bügel zeitnah an den folgenden Stellen entstehen: Kamp/Nikolaiort/Domhof, Jürgensort/Adolf-Reichwein-Platz und Rolandsmauer/Große Gildewart.

Die Stadt hat erkannt, dass die Zahl der Radfahrer zunimmt, es dadurch aber zu „massiven Problemen“ kommt, „Fahrräder sicher und ohne Störung anderer Verkehrsteilnehmer abzustellen“. Eine Studie zum Fahrradparken in Osnabrück hat ergeben, dass das Angebot in der Innenstadt heute etwa 500 Abstellplätze unter der Anzahl abgestellter Räder liegt. 1.400 abgestellten Fahrrädern stehen nur 900 Abstellplätze gegenüber.

Es gibt z.T. massive Probleme, Fahrräder sicher und ohne Störung anderer Verkehrsteilnehmer abzustellen.

Zwar kann der „Hunger“ nach Fahrradbügeln auch mit dem neuen Konzept nicht ganz gestillt werden, entschärft wird die Situation aber deutlich. Für den prognostizierten Bedarf von ca. 1000 Fahrrädern an den genannten Stellen kann ein Angebot von ca. 900 Abstellplätzen geschaffen werden. Dabei muss gerade am Jürgensort etwas passieren. Die Bügel vor Thalia sind praktisch immer besetzt, „wildes“ Parken alltäglich.

Damit dieses Thema damit aber nicht gleich wieder vom Tisch ist, soll für künftige bauliche Entwicklungen in der Innenstadt verstärkt die Abstellplatzpflicht nach §48 Niedersächsische Bauordnung (NBauO) durchgesetzt werden.

Für bauliche Anlagen, die einen Zu- und Abgangsverkehr mit Fahrrädern erwarten lassen, ausgenommen Wohnungen, müssen Fahrradabstellanlagen in solcher Größe zur Verfügung stehen, dass sie die vorhandenen oder zu erwartenden Fahrräder der ständigen Benutzerinnen und Benutzer und der Besucherinnen und Besucher der Anlagen aufnehmen können.

Darüber hinaus soll es in der Parkgarage Nikolaiort einen Pilotversuch für bewirtschaftetes Radparken geben. Hier werden PKW-Stellplätze umgewidmet zu sicheren Fahrradabstellanlagen, was insbesondere für Inhaber hochwertiger Räder und E-Bikes interessant sein sollte.

Fahrradparken JürgensortSchaubilder: Stadt Osnabrück / Fachbereich Städtebau

Alle Pläne sind hier am Ende der Seite verlinkt.

4 Antworten auf „Fahrradparken in der City“

Hört sich ja gut an, wenn mehr „Parkplätze“ für Radfahrer gebaut werden sollen.
Kannst du vielleicht noch etwas zu dem letzten Absatz schreiben? Wie sollen solche bewirtschafteten Parkplätze funktionieren? Sind das Boxen, die man abschließen kann, wenn man Kleingeld reinwirft oder was kann ich mir darunter vorstellen?

Hi,
das wären dann kleine Boxen in Parkgaragen. Dazu werden PKW-Stellplätze umgewidmet. Auf einen PWK-Stellplatz passen dann 5 Fahrradboxen, die man abschließen kann. Für die technische Umsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da die Garagen aber private Betreiber haben, werden die nicht auf Einnahmen verzichten wollen. Es wird also ein Zeitschloss dran sein müssen. Für längere „Einlagerungen“ könnte man aber auch ein Monatsticket anbieten und die Box mit einem Vorhängeschloss versehen. Wie es aber tatsächlich gelöst wird, weiß ich auch nicht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert