134 Osnabrückerinnen und Osnabrücker haben gestern beim Ride of Silence der verunglückten Radfahrer der vergangenen Jahre gedacht. Mit dabei war auch das Lastenrad Lasse aus Münster, das prompt einen Einsatz als Taxi bekam, als der Reifen von Mitfahrer Christoph die Luft nicht mehr halten wollte. Schon gegen 18:30 Uhr fanden sich die ersten Teilnehmer an der Stadthalle ein, wo auch Manfred seine mobile Druckstation aufgebaut hatte, um Poster für die Gedenkfahrt zu drucken. Leider sind es aufgrund des Windes am Ende nur 20 geworden. Trotzdem fand ich es großartig, dass er dabei war.

Gegen kurz nach 19 Uhr ist die Gruppe dann in Begleitung der Polizei aufgebrochen. Danke für die Absicherung nach vorne und hinten! Die Route führte an Unfallorten vorbei, an denen in den letzten Jahren Radfahrer ums Leben gekommen sind. An vier Ghost Bikes wurde kurz gestoppt und vom ADFC Blumen aufgestellt. Dass noch mal deutlich mehr Menschen mitgefahren sind als im letzten Jahr (100), zeigt die echte Anteilnahme an den Unglücken und ist gleichzeitig ein Zeichen, dass eben endlich etwas passieren muss auf Osnabrücks Straßen. Erste Erfolge wie die getrennte Ampelschaltung am ehemaligen Unfallschwerpunkt Kommenderiestraße/Wall gibt es ja bereits. Jetzt muss infrastrukturell nachgebessert werden, damit schwere Unfälle nicht mehr passieren und noch mehr Menschen angstfrei Rad fahren können.

Am Ende waren wir uns, denke ich, alle einig, dass wir im kommenden Jahr eigentlich nicht wieder am Ride of Silence teilnehmen wollen. Wir hoffen, dass es dann keinen Anlass geben wird. Allerdings ist dieses Jahr bereits ein Radfahrer gestorben. Sein Unfall liegt schon sieben Jahre zurück. Leider hat er sich davon nie erholt.

Ride of Silence 2017 (2)

Ride of Silence 2017 (5)

Ride of Silence 2017 (17)

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