In Frankreich ist der “Plan National Velo” gestartet. Eine wesentliche Neuerung darin ist die Möglichkeit für Fahrradfahrer, auch an roten Ampeln geradeaus oder rechtsabbiegend weiterzufahren. Hierfür wurde eigens ein neues Verkehrsschild eingeführt. Ist eine Ampel durch ein solches Schild erweitert, dürfen Radfahrer unter Beachtung der Verkehrsregeln langsam an die Kreuzung her- und dann weiterfahren, wenn es die Verkehrslage zulässt. Das soll den Radverkehr in französischen Städten reibungsloser fließen lassen und Staus an Ampeln vermeiden.

Für Rechtsabbieger ist eine solche Regel längst überfällig. Denn auch bei uns gibt es die “Grüner-Pfeil-Schilder” an Ampeln ja schon länger für Autofahrer. Wieso sollte das also nicht auch für Radfahrer gelten?! Darüber hinaus beeinflussen rechtsabbiegende Radfahrer den Autoverkehr auch gar nicht, wenn Radwege/Schutzstreifen vorhanden sind und sie somit nicht auf die Autospur wechseln müssen.
Und auch das Geradeausfahren an roten Ampeln schadet nicht unbedingt. Wenn kein Querverkehr vorhanden ist, kann das Fahrrad als Verkehrsmittel seine Flexibilität voll ausspielen. Insofern ein sehr gutes Pilotprojekt, das die Franzosen da starten.

Eine einheitliche Regelung, wo die Schilder angebracht werden, gibt es in Frankreich übrigens nicht. Es obliegt dem Bürgermeister, die entsprechenden Kreuzungen auszuwählen – eine sehr flexible Lösung, wie ich finde.

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