Guten Morgen zusammen. Zu Beginn gleich mal ein Lesebefehl: Die Wortwahl in Polizeimeldungen und Zeitungsartikeln hält die Schuld häufig von Autofahrer*innen fern, stellt Dirk von Schneidemesser fest. Das präge das Bewusstsein und behindere eine Mobilitätswende.

Weiter gehts mit dem Freitag: In weiten Teilen des Landes haben es Stadt- und Verkehrsplaner*innen über Jahrzehnte verschlafen, die Städte für den wachsenden Radverkehr nachzurüsten. Das ändert sich auch jetzt nur langsam. Der Fisch stinkt halt immer vom Kopf. Die „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ soll als Expertengremium Konzepte für die Verkehrswende entwickeln. Doch in dem Gremium sitzen auffällig viele Vertreter der Autoindustrie und die erarbeiteten Konzepte drehen sich fast nur ums Auto. Und wer hats initiiert? Minister Scheuer.

BMW verfünffacht derweil seinen Quartalsgewinn, Daimlers Gewinn stieg sogar um mehr als das Neunfache im Vergleich zum ersten Quartal 2020. Ich würde sagen, gerade noch mal so durch die Pandemie gekommen. Den Artikel erspare ich euch, denke aber, dass es allerhöchste Zeit wird für die nächste Kaufprämie.

Apropos Geld: Die lustigste Petition der Woche kommt aus Osnabrück. KFZ-Steuer zurück, weil man während der Ausgangssperre nicht Autofahren darf. Vielleicht wird es eher Zeit, mal aus dem Auto auszusteigen und frische Luft zu schnappen?! Jetzt aber viel Spaß bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen.

Da dreht sich was! (der Freitag)

Wie man ein Fahrrad baut (SWR)

Lieber auf zwei Rädern (Süddeutsche Zeitung)

Der weite Weg zum Fahrradland (ZEIT Online)

Pedal power: How bicycles can change lives (BBC)

Deutschland soll Fahrradland werden – bis 2030 (Spiegel)

Autolobbyisten beraten die Bundesregierung (Report Mainz)

Geblitztwerden und Falschparken müssen wehtun (ZEIT Online)

Verstrahlte Friedensfahrt – Die Schicksalsfahrt des Olaf Ludwig (MDR)

Die schleppende Aufarbeitung des VW-Diesel-Skandals (Deutschlandfunk)

»Die Industrie manipuliert, das Verkehrsministerium lässt sie gewähren« (Spiegel)

Wir brauchen eine neue Sprache für die Verkehrsberichterstattung (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung)




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