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Links der Woche

Links der Woche #261

Es war wieder Autogipfel und die Konzerne haben Berlin mit Geldkoffern verlassen. Die E-Prämie wird verlängert (ob sie jemals auslaufen wird?) und – vereinfacht gesagt – Speditionen bekommen Parkplätze an Autobahnen, damit sie selber keine Lager mehr bauen müssen. Petra Pinzler findet diese Förderung der Autoindustrie obszön. Es gibt noch mal 3 Milliarden dazu. Das sind „fünfmal so viel, wie der Staat in der Corona-Krise für das Programm ausgibt, das armen Kindern zu Computern verhelfen soll – dabei sind die doch angeblich unser Kapital für die Zukunft. Sind wir inzwischen alle zu abgestumpft, um uns darüber noch aufzuregen?“ Ich muss mich das inzwischen manchmal wirklich ernsthaft selbst fragen.

Dass das „größer, stärker, schneller“ der deutschen Autoindustrie dabei eigentlich nicht mehr weitergehen kann, steht als Gastbeitrag im Handelsblatt. Es müsse endlich ein neues Mobilitätssystem her. Wie da der Stand im Ruhrgebiet ist, hat Correctiv unter die Lupe genommen. Wie es in Niedersachsen um Radwege steht, zeigt der NDR, dem ich was zu Osnabrück sagen durfte. Einen Blick ins Ausland könnt ihr bei der BBC werfen. Und im Bundestag versuchen die Grünen gerade so genannte Verkehrssicherheitszonen zu ermöglichen, in die dann nur noch LKW mit Abbiegeassistenten einfahren dürfen. Viel Spaß bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen.

Geld für die Falschen (taz)

Autoland Deutschland (WDR)

Hast mal ’ne Milliarde? (ZEIT Online)

BMW 4er: Die Ästhetik der Angst (VCD)

Unmut über skurrile Fahrradwege (NDR)

Die Verkehrswende im Ruhrgebiet (Correctiv)

Scheuer fliegt auffällig oft nach Bayern (Spiegel)

Verkehrssicherheitszonen sollen Leben retten (Spiegel)

Versicherungsschutz für Radfahrer (Süddeutsche Zeitung)

How bike-friendly ‘slow streets‘ are changing cities (BBC)

EU-Pläne gegen den Verbrennungsmotor? (Deutschlandfunk)

Merkel gewährt erhöhte E-Kaufprämie bis 2025 (Tagesspiegel)

Drei Milliarden mehr für die Hersteller und Zulieferer (Deutschlandfunk)

Drei Milliarden Euro Staatshilfe für die Autoindustrie (manager magazin)

Verkehrspsychologe über Raser »Die leben in einer Parallelwelt« (Spiegel)

Grüne: Nur Lkw mit Abbiege­as­sis­ten­ten in Ortschaften lassen (bundestag.de)

Neue Stellplätze für Lkw an Autobahnen: Viel Geld für private Investoren (taz)

Scharfe Kritik an der großen Hoffnung der Autoindustrie (Süddeutsche Zeitung)

Elektro-Flitzer statt PS-Protzen: Die deutsche Autoindustrie muss ihr Geschäftsmodell ändern (Handelsblatt)




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Eine Antwort auf „Links der Woche #261“

#Bundestag: Warum bloß bekomme ich immer vorab eine Gänsehaut, wenn sich die AfD zum Radverkehr äußert? Der Abgeordnete Wiehle und seine Fraktion brillieren mit völliger Ahnungslosigkeit: ein Rechtsüberholverbot auf Straßen ohne Radweg zur Unfallvermeidung. Die haben nichts, aber auch gar nichts verstanden: nahezu alle Rechtsabbiegeropfer waren auf einer RVA unterwegs. Es ist das Separationskonzept, Geradeausfahrer rechts und im toten Winkel von Rechtsabbiegern zu positionieren, das diese Art Unfälle provoziert und möglich macht.

Wenn man gegen Rechtsabbiegerunfälle vorgehen will, muß man Radwege verbieten.

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