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Radverkehr

„Kein Platz“

Während die Berliner Senatsverwaltung im vergangenen Jahr die Prüfung des RadGesetzes verschleppt hatte und deswegen von der Initiative Volksentscheid Fahrrad sogar verklagt wurde, hat sie an andere Stelle etwas für den Radverkehr getan. Denkt sie vermutlich. Denn es wurden nicht etwa handfeste infrastrukturelle Projekte umgesetzt. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin hat mit dem Ziel, „auf sympathisch-unkonventionelle Weise „Fans“ für mehr Rücksicht im Straßenverkehr zu gewinnen“, im Rahmen der Kampagne „Berlin nimmt Rücksicht“ ein Musikvideo gedreht.

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Die beiden JAM FM-Moderatoren John und Rasheed rappen in „Kein Platz“ von Trucks, Fixies und vom Abbiegen ohne Probleme. Nach Auskunft des Deutschen Fahrradpreises „gelingt es auf erfrischend authentische Weise, Gefahren aufzuzeigen und für gegenseitiges Verständnis im Straßenverkehr zu werben – mit sichtbarem Erfolg bei einer Zielgruppe, die für Verkehrssicherheitsthemen eher schwer erreichbar ist“. Daher ist das Video sogar Projekt der Woche Nr. 9 geworden. Ziemlich dürftig, wie ich finde, wenn so eine Initiative aus einer Verwaltung kommt, die eigentlich dafür zuständig ist, dass man als Radfahrer grundsätzlich sicher durch die Stadt kommt. Und es zeigt auch mal wieder, wie wenig den Verantwortlichen einfällt, etwas Wirksames gegen das gerade in Berlin immer wieder aktuelle Problem der rechtsabbiegenden LKW zu unternehmen.

Beim diesjährigen Fahrradpreis ist die merkwürdige Auswahl übrigens kein Einzelfall. In der Kategorie „Infrastruktur“ (!) ist eine Piktogrammkette aus Mainz nominiert…


PS
Guter Tipp am Ende des Videos: Radfahrer sollten doch Rücksicht auf LKW-Fahrer nehmen…

2 Antworten auf „„Kein Platz““

Das Musikvideo ist ganz unterhaltsam. Der Apell ist aber zu schwammig. Radfahrer gucken sich das an und fragen sich, was das mit einem selbst zu tun hat. Was wollen die mir damit sagen?!

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