Kategorien
Links der Woche

Links der Woche #299

Und täglich grüßt… Nach milliardenschweren Abwrackprämien, Innovationszuschüssen und Elektrokaufprämien lässt der Bund für die Autoindustrie schon wieder Geld regnen – ein schädliches Wahlkampfmanöver und eine Belohnung für grandioses Verpennen, Verleugnen und Vertagen, wie die WirtschaftsWoche findet. Und wahrscheinlich das Abschiedsgeschenk der Autokanzlerin Angela Merkel.

In teuren Kampagnen bittet die Politik die Deutschen, doch freiwillig Tempo rauszunehmen. Unangepasste Geschwindigkeit sei bei Unfällen mit Todesfolge nämlich Unfallursache Nummer 1. Daraus aber endlich Konsequenzen ziehen? Das traut sich seit Jahrzehnten keine Bundesregierung. Und ich möchte fast wetten, die nächste auch nicht. Egal wie die aussehen mag.

Auf die Behörden nicht mehr warten, wollte wohl auch jemand in Brandenburg. Bei Berlitt wird seit Jahren ein Radweg gefordert, jetzt hat jemand selbst Farbe in die Hand genommen. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre. Kommt nicht auf dumme Gedanken. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen.

Vom Grau zum Grün (taz)

Der SUV der anderen (taz)

Mehr als Lärm und Tempo (taz)

Zehn Minuten bis zur Lieferung (taz)

Die wahre Autokanzlerin (Süddeutsche Zeitung)

Kriechen, rasen, kriechen (Süddeutsche Zeitung)

Unbekannte malen kilometerlangen Radweg auf Kreisstraße (rbb24)

Wo besonders viele Menschen aufs Auto angewiesen sind (ZEIT Online)

Deutschland ist, wenn Wahlkampf Innovationen tötet (WirtschaftsWoche)

E-Scooter und Carsharing: Liebe Verleiher, wärt ihr so nett? (ZEIT Online)

Transparency veröffentlicht Akten des Bundesverkehrsministeriums (ZEIT Online)

Streit um IAA-Demo: Radfahrer drängen auf die Überholspur (Süddeutsche Zeitung)




Tweets

















Eine Antwort auf „Links der Woche #299“

Die E-Scooter liegen hier überall kreuz und quer in den Wegen rum. Ich erwarte eigentlich, das mal Sehbehinderte und Mobilitätseingeschränkte darüber verunfallen und dann aufbegehren.
Außerdem werden die Roller durchaus mal in Flüssen versenkt und von Brücken geworfen.

Bevor die Mietroller zugelassen wurden, sah man schon entsprechende Berichte aus anderen Städten in der Welt. Genehmigende Behörden und Entscheider können sich eigentlich nicht heraus reden, nichts über die Probleme gewusst zu haben.
Stadtverwaltungen treffen lediglich Vereinbarungen mit den Anbietern und entziehen sich hinterher vollständig der Verantwortung und Regulierung. Statt die Erlaubnisse wieder zu entziehen, werden sogar noch mehr Miet-E-Roller zugelassen.

Private E-Scooter werden auch nicht kontrolliert, teilweise fahren hier welche mit ca 30 km/h rum. In Supermärkten werden oft Scooter mit höherer Geschwindigkeit verkauft, welche im öffentlichen Verkehrsraum eigentlich nicht genutzt werden dürfen. Statt den Verkauf und Import zu unterbinden, werden hinterher die Folgen derartiger Versäumnisse bearbeitet und Verstöße beim Endverbraucher geahndet. Dabei sind die Ordnungsbehörden eh nicht mehr in der Lage den Wildwuchs im Verkehr noch zu beherrschen und machen nur noch Schwerpunktkontrollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert