Das nordrhein-westfälische Bünde hat seit über zehn Jahren zwei Grünpfeilregelungen für den Radverkehr. Eine Eisenbahnunterführung verbindet hier die Haupt- mit der Bahnhofsstraße. Dieser kleine Tunnel, der eigentlich ausschließlich für den Fuß- und Radverkehr geplant war, ist zu schmal für einen Zweirichtungs-PKW-Verkehr, sodass Ampeln auf beiden Seiten immer nur einer Richtung Grün geben. Für Fußgänger und Radfahrer ist hingegen Platz, sodass ein entsprechendes Schild Dauergrün signalisiert.

Im Tunnel gilt Tempo 30 für den PKW-Verkehr. Ein Mitarbeiter der Stadt regt bei der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aber an, über eine Fahrradstraße zu diskutieren, da diese den Autofahrern noch mal deutlicher signalisiere, dass sie nur Gast sind. Es sei zwar bisher nicht zu Unfällen gekommen, aber eine Fahrradstraße würde insgesamt Rechtssicherheiten für den Radverkehr im Tunnel schaffen. Die Grünpfeillösung davor würde unverändert bestehen bleiben.

Für Radfahrer eine feine Sache.

Auch Rolf Overlack von der ADFC-Ortsgruppe Bünde bestätigt die Eindrücke. Unfälle seien nicht bekannt. „Der ADFC hat damals diese Lösung begrüßt. Von Seiten der Polizei gab es zwar Bedenken, aber letztendlich ist das Schild für Radfahrer eine feine Sache“, so Overlack. Insgesamt also eine fahrradfreundliche Lösung!

Fotos: dd

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