wirkungskontrolle-bawueBaden-Württembergs erste Wirkungskontrolle zur Radverkehrsförderung bescheinigt eine positive Entwicklung und zeigt den Erfolg der Radverkehrsförderung im Land. Das gibt das Ministerium für Verkehr in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach wurden bei Radverkehrszählungen vor Ort insgesamt deutlich mehr Radfahrende gezählt (durchschnittlich + 35 Prozent), als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig hat sich das Risiko für Radfahrer, in Unfälle verwickelt zu werden, verringert.

Verkehrsminister Winfried Hermann: „Die Studie belegt, dass man beim Radverkehr mit überschaubaren Investitionen in kurzer Zeit viel bewegen kann. Bei den meisten Kommunen ist Radverkehrsförderung inzwischen eine Selbstverständlichkeit – nur über das ‘wie‘ der Förderung wird mitunter noch diskutiert.“

Wie viel der 35 Prozent auf die konkrete Förderung des Landes zurückzuführen ist und wie viel auf den allgemeinen Trend zum Radfahren, bleibt offen. Und Hermann sieht auch noch weiteren Handlungsbedarf. So müsse noch an der Gestaltung von Straßenkreuzungen und Einmündungen für den Radverkehr gearbeitet werden. Darüber hinaus fordert die Studie erheblich mehr Fahrradparkplätze.

Die Studie zeigt aber in die richtige Richtung. Um neue Nutzergruppen erreichen zu können, bedarf es einer Angebotsplanung. Infrastruktur, die zum Radfahren einlädt, muss geschaffen werden, um vor allem Kinder (bzw. deren Eltern) und ältere Menschen zu überzeugen. Und neue Nutzergruppen müssen erschlossen werden, wenn man die selbstgesteckten Ziele erreichen will. Oberflächlich ist das meist eine bestimmte Prozentzahl an Radverkehr. Dahinter steht aber immer öfter die Notwendigkeit, etwas für Klimaschutz und gegen Umweltverschmutzung in Städten tun zu müssen. Also: wer gute Radverkehrsinfrastruktur sät, wird Radverkehr ernten.

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