Die NOZ berichtet heute online über die anstehende Sperrung des Neumarkts und den damit verbundenen Änderungen für den Verkehr. Bussen und RadfahrerInnen ist die Durchfahrt aber weiterhin möglich. Allerdings gibt es dabei laut NOZ etwas zu beachten:

Radfahrer können den Neumarkt während der Bauarbeiten passieren – ebenso wie der Busverkehr. Radler und Busse müssen sich jedoch je eine Spur pro Fahrtrichtung teilen.

Im Prinzip alles richtig und nicht weiter erwähnenswert. Wäre da nicht das kleine Wort „müssen“. Es suggeriert mal wieder, dass es nicht Schlimmeres für Radfahrerinnen und Radfahrer gibt, als sich eine Spur mit anderen Verkehrsteilnehmern teilen zu „müssen“. Das denken ja sowieso schon viel zu viele Leute, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass die verschiedenen Verkehre immer noch nicht zusammen gedacht werden. Klingt nach Haarspalterei? Vielleicht… Aber wenn man es immer wieder liest, fühlt man sich in seiner Ansicht natürlich immer wieder bestätigt. Und so wird das nie was mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl auf der Fahrbahn…

Viel besser, neutraler und unaufgeregter wäre es hier doch, wenn man schreibt: „Radler und Busse teilen sich dabei eine Spur pro Fahrtrichtung.“ Ich als Radfahrer und bekennender Fahrbahnradler würde sogar sagen: „Radler und Busse dürfen sich eine Spur pro Fahrtrichtung teilen.“ Oder: „Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen dabei die Busspur befahren.“

#UmparkenimKopf liebe Journalistinnen und Journalisten.

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