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Osnabrück

Iburger Straße: Radentscheid fordert Streichung von Parkplätzen

Nach dem Aus für die geplanten Umweltspuren auf der Iburger Straße und dem Dooring-Unfall am 9. März fordert der Radentscheid Osnabrück kurzfristige Maßnahmen, um die Situation für Radfahrende sicherer zu machen.

„Wenn langfristige Lösungen rechtlich oder politisch blockiert werden, darf das nicht bedeuten, dass der gefährliche Status quo einfach bestehen bleibt“, erklärt Philip Erpenbeck vom Radentscheid Osnabrück. „Die Menschen, die täglich auf der Iburger Straße mit dem Fahrrad unterwegs sind, können nicht noch mal jahrelang auf Verbesserungen warten.“

Besonders unverständlich ist aus Sicht des Radentscheids, dass eine bereits beschlossene Maßnahme bis heute nicht umgesetzt wurde. Im Rahmen einer Verkehrsschau wurde schon 2022 festgelegt, die Pkw-Stellplätze zwischen dem Edeka-Markt und dem Hauswörmannsweg aufzugeben, um die Verkehrssicherheit für Radfahrende und zu Fuß Gehende zu erhöhen. Dies geht aus dem Protokoll der 39. öffentlichen Sitzung des Bürgerforums Fledder/Schölerberg vom 12. Oktober 2022 hervor.

„Dass diese Entscheidung nach über drei Jahren immer noch nicht umgesetzt wurde, ist schwer nachvollziehbar“, sagt Daniel Doerk. „Gerade in diesem Bereich ist das Dooring-Risiko hoch.“

Der Radentscheid fordert deshalb Oberbürgermeisterin Katharina Pötter auf, an ihre inzwischen auch schon wieder mehrere Jahre zurückliegenden Ad-hoc-Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit anzuknüpfen. „Der erste Schritt muss jetzt sofort erfolgen“, betont Daniel Doerk. „Die Stellplätze zwischen Edeka und Hauswörmannsweg sollten unverzüglich entfallen – genau so, wie es bereits 2022 angekündigt wurde.“

Darüber hinaus fordert der Radentscheid eine systematische Überprüfung der gesamten Iburger Straße. Überall dort, wo parkende Autos unmittelbar neben schmalen Radfahrstreifen stehen und eine Dooring-Gefahr besteht, müsse die Stadt handeln. Das zeige ganz aktuell der Unfall vom 9. März, bei dem eine 47-jährige Pedelec-Fahrerin verletzt wurde.

„Die Iburger Straße ist eine der wichtigsten Radverkehrsachsen im Süden Osnabrücks“, so Christoph Drepper. „Wenn Umweltspuren auf absehbare Zeit nicht umgesetzt werden können, dann muss wenigstens das Offensichtliche passieren: Gefährliche Parkstände müssen verschwinden. Die Osnabrückerinnen und Osnabrücker haben ein Recht auf sichere Radwege – auch an der Iburger Straße.“

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