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Osnabrück Radverkehr

Ansturm auf Lastenräder

Trotz einer Autokaufprämie nach der anderen stehen Autos im Wert von 15 Milliarden Euro auf Halde, die die Autoindustrie nicht los wird. Und dennoch werden die Subventionen immer weiter ausgebaut. Anders sieht es bei Fahrrädern und speziell Lastenrädern aus. Da sind die Förderprogramme meist immer noch regional und vor allem finanziell sehr begrenzt. In Osnabrück ist am Montag die Antragsphase des Lastenradförderprogramms gestartet. Und schon am ersten Tag sind vermutlich mehr Anträge eingegangen als am Ende bewilligt werden können. Denn wenn alle 130 Antragsteller ein E-Lastenrad im Auge haben und mit der maximalen Summe von 2.000 Euro gefördert werden, gehen 30 Personen leer aus. Für das laufende Jahr stehen nämlich nur 200.000 Euro zur Verfügung.

Die Anträge werden nun in der zeitlichen Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. „Bei der Vielzahl der Anträge, bei denen auch die einzelnen Angebote geprüft werden müssen, wird das ein paar Wochen dauern“, sagt die städtische Radverkehrsbeauftragte Ulla Bauer. „Ich freue mich darauf, dass wir bald viele neue Lastenräder auf unseren Straßen sehen werden. Das gibt einen kräftigen Schub für eine nachhaltige Mobilität und ist ganz im Sinne der mobilen Zukunft.“

Nun wäre es an der Zeit, dass auch die Bundesregierung endlich eine Kaufprämie für Fahrräder und Lastenräder auslobt. Eine aktuellen Studie des Bundesumweltministeriums (BMU) schlägt ein Budget von 2,5 Milliarden für Fahrradkaufprämien vor. „Die Studie empfiehlt, was auch das breite Bündnis Mobilitätsprämie fordert. Nach BVZF-Schätzungen können damit Fahrräder mit 250€, E-Bikes mit 500€ und Lastenräder oder Anhänger mit bis zu 2.000€ bezuschusst werden“, erklärt von Rauch vom Bundesverband Zukunft Fahrrad (BVZF). Wer es mit moderner Mobilität ernst meint, sollte endlich den Blick über den E-Motor in Autos hinaus richten.

13 Antworten auf „Ansturm auf Lastenräder“

Ich höre und lese hier immer nur E-Bike …. , E-Lastenrad , E-Anhänger usw ….
Mimimi ?
Beinmuskulatur funktioniert auch ohne Steckdose !

Moin,

@ Uwe Trettin:
Ersteinmal pauschal Kritik äußern ohne was sachdienliches beitragen. Natürlich funktioniert Beinmuskulator auch ohne Steckdose wie den Lesern dieses Blog auch bekannt ist – Lesen, Nachdenken und Höflichkeit aber eben auch.
Und wenn sie richtig gelesen hätten, dann wäre ihnen auch folgender Satz aufgefallen
„Nach BVZF-Schätzungen können damit Fahrräder mit 250€, E-Bikes mit 500€ und Lastenräder oder Anhänger mit bis zu 2.000€ bezuschusst werden“
Da steht sogar ganz explizit was von nicht unterstützten Fahrrädern ^^

Ich besitzte beides, E-Bike und normales Fahrrad, Kinderanhänger und Lastenanhänger. Je nach Einsatzzweck und persöhnlicher Situation ist das eine oder das andere besser.
Und wenn man mal mit einem Lastenrad oder Lastenanhänger/Kinderanhänger mit ordentlich Gewicht drinnen über 2-30Km gefahren ist, dann wünscht man sich manchmal schon eine Unterstützung, selbst wenn es ohne Unterstützung gegangen wäre. Denn Transportaufgaben sollen nicht immer nur der sportlichen Ertüchtigung dienen.

Eine Förderung für unterstützte Fahrräder und nicht unterstützte Fahrräder ist sehr wünschenswert, wobei infolge des wesentlich höheren Anschaffungspreises der E-Bikes(-Lastenräder)die Förderung hier auch gerne höher ausfallen darf.

Zum Thema „mimimi“ : Fahrräder fahren auch mit 3 Gang Schaltung, ohne Federungen, mit Felgendynamo und Glühlampen und ohne Fahrradsportkleidung, ich nutze aber gerne die Vorzüge moderner Technik und Ausrüstung ;-)

Die E-Bike-Manie geht mir langsam gegen den Strich.
Aus mehreren Gründen ….
Die Haltbarkeit der Bikes ist bescheiden ; Motoren und Akkus halten meist nur ein paar Jahre ; bei einem guten Fahrrad erwarte ich aber eine Laufleistung von min 30 Jahren im Sinne der Ressourcenschonung .
Auch die Reichweiten sind schlecht , ich finde es dann immer ganz toll wenn wir in unserer Radgruppe wieder die Bikes durchtauschen müssen , weil irgendjemand sein leergefahrenes E-Bike nicht nach Hause bekommt.
Auch der sportliche Aspekt ist wichtig – die deutschen sind im Durchschnitt sowieso viel zu dick .
Dazu kommt das viele E-Bikes , insbesondere im Niedrigpreissegment, ohnehin viel zu schwer sind und die Fahreigenschaften bestenfalls mangelhaft.
Außerdem haben wir noch das bekannte Problem das es überproportional viele Unfälle bei den E-Bikern gibt ; hier sind viele Menschen oberhalb ihres fahrerischen Könnens unterwegs ….

e-Bikes sind wie eine Seuche, es werden immer mehr, zum einen bei Radfahrern, die ihre Fähigkeiten altersbedingt verlieren und damit zum Risiko werden, zum andren jüngere Hipster, die den E-Antrieb nicht nötig hätten und wie Sau fahren.
Des Weiteren sieht man noch deutlich Übergewichtige, die offensichtlich ganz stolz sind Normalradfahrer locker am Berg mit 25 km/h überholen zu können, dann aber in der Ebene dumm aus der Wäsche gucken, wenn man sie mit 30 km/h überholt und süffisant sagt, dass der Akku wohl doch nicht mehr drauf hat und den Speck nicht in Muskelmasse umwandelt.

viele E-Bike-Fahrer fahren extrem rücksichtslos, knallen Hügel hinauf, überholen Fußgänger und fahren dabei in den Gegenverkehr. gerade auf Freizeitwegen mit Mischverkehr sind die e-Biker die neuen Fahrrad-Rambos. gefühlt sind jetzt zwei Drittel der gesichteten Räder auf meinen Wegen mit E-Motor ausgestattet, manchmal kommen einem ganze Gruppen mit E-Bikes entgegen.
ich hatte auch schon Erlebnisse, wo der E-Biker mich leise surrend mit deutlich mehr als 25 km/h überholt hatte, somit der Verdacht naheliegt dass es ein frisiertes E-Bike oder S-Pedelec ohne Kennzeichen ist.

Für Handwerksbetriebe, Kurrierdienste, etc. und vielleicht auch Familien mit Kindern sind E-lastenräder vielleicht die Alternative zum KFZ.

Im Niedrigpreisegment vom Supermakt hat man oft nen Frontmotor, gerade vorhin einen E-Biker damit gesehen, der an der Ampel nicht aus dem Quark kam und dessen Schaltung beim antreten gekracht hat. Diese E-Bikes sind vom Rahmen auch instabil und taugen nichts, Support ist oft mangelhaft, wird von regulären Werkstätten ungerne gemacht.
Der Markenname dieses Schrott-E-Bike war natürlich gekauft, das Unternehmen gibt es schon lange nicht mehr und hat auch nie Fahrräder produziert. Ich hätte dem Typen ja gerne ironisch was zu seinem tollen Schrotthaufen gesagt, aber ich war schon mehrere hundert Meter weg, während der immernoch mit seiner Gurke kämpfte.

Auf Gruppenradtouren hat man häufig Ausfälle, nicht nur bei E-Bikes. Mit nem Kumpel wollte ich bereits vier mal ne Tour machen, beim ersten mal riss der sich ein Schaltauge nach 10km ab und „humpelte“ mit gekürzter Kette auf einem Ritzel zurück, das zweite Mal nach ca 10km Luft raus, weil im zu alten Reifen der Draht durchscheuerte. Die anderen beiden geplanten Touren sind wegen anderer Gründe im Prinzip komplett ausgefallen.

Ich mache auch keine Gruppentouren mehr mit, auch nicht zu zweit, die organisierten Pedalritter hier machen zu oft Fehler, verfahren sich gerne mal auf falschen Wegen, erzählen bei Schwerpunktradtouren falsche Sachen, sind schlecht vorbereitet. Wenn man was an der Route kritisiert oder mehr weiß als der Toruenleiter ist man böse, weil ma sein Unwissen und Versagen bloßgestellt hat.
Ich habe selbst Touren mit vorbereitet, gemeinsam mit Tourenleiter abgefahren und sollte den Erklärbär machen, der eigentliche Tourenleiter machte auf der richtigen Tour jedoch was er wollte und fuhr an den wichtigen Punkten einfach durch….die Teilnehmer waren mäßig enttäuscht nix gesehen zu haben.
Und die anderen Einzelfahrer, mit denen ichs versucht habe sind zu unzuverlässig, bzw. immer pannenbehaftet.

Die steigenden Unfälle bei E-Bike sind auch dem geschuldet, dass sich nicht alle Radfahrer an die Regeln halten, links fahren, auf Vorrang beharren, statt defensiv zu fahren, Geschwindigkeit und Bremsweg unterschätzen uvm. Aus nem 80-jährigen Opi, der ohne E nur noch mit 10km/h dahinschleichen kann, wird kein 18-jähriger Fixieradfahrer mehr, es mangelt häufig an Reaktionsfähigkeit und Sehkraft.

Moin,

ich versuche mal auf die Argumente einzugehen:

1. Akku und Motor
Akkus halten bei entsprechender Pflege und Nutzung relativ lange. Nutzungsdauern, bei mir im Bekanntenkreis, liegen hier schon bei teilweise 8 jahren. Klar die Kapazität nimmt ab, aber immer noch sind gut 70% Akku vorhanden. Und es liegen hier Fahrleistungen im Bereich von durchschnittlich 3500 – 4000 Km pro Jahr vor.
Haltbarkeit von Motorkomponenten ist eventuell ein Punkt, aber auch hier muss immer das Nutzungs- und Wartungsprofil ins Auge gefasst werden (Stichwort – MTBs).
Ich nutze mein normales Fahrrad nun seit mehreren Jahren, und auch hier wäre bei einer schlechten Wartung nach 2 Jahren bereits Ende gewesen (Ganzjahres + Allwetterfahrer). Ich denke, dass das Rad mindestens 10 Jahre mitmacht. Geau wie mein E-Bike.
Aus mechanischer Sicht ist ein gut konstruierter E-Motor fast langlebiger als sein Nutzer.
Bei der Nachhaltigkeit muss und darf das jeder selbst entscheiden wieviel Zeit und Geld er in die Wartung, Pflege und Anschaffung eines E-Bikes stecken möchte. Nachaltigkeit ist hier sehr wichig, doch solange sich die Menschen alle 1-2 jahre ein neues Handy kaufen, beim Discounter shoppen oder Dinge wegwerfen, die noch vollkommen i.O. sind, ist das Thema E-Bike Nachhaltigkeit eher untergeordneter Priorität (imho).

2. Reichweite
Meine Frau und ich kommen ca 100 KM mit dem Akku und 2 Rädern + 2 Anhängern. Es kommt halt immer auf die gewählte Unterstützung drauf an und wieviel jeder bereit ist hier an Kraft zu investieren.
Bei meinem Arbeitsweg fahre ich ca 90% der zeit ohne Akku, da ich meistens mit über 25 KM/h unterwegs bin. Genutzt wird der Antrieb hauptsächlich bei den ganzen Start und Stopmanövern durch schlechte Ampelschaltung und einer langen Gerade mit Steigung. Mit dem Kinderanhänger nutze ich den Akku gut 90% der Zeit.
Und wie ich bereits vorher schrieb: Es ist immer individuell unterschiedlich. in ihrer Radreisegruppe scheint es diesbezüglich dann ja Probleme bei dem Leistungsstand der Teilnehmer und der Tourenauswahl zu geben. Das ließe sich allerdings durch eine ordentliche Planung in den Griff bekommen ;-)

3. Sportliche Aspekte:
Ja, Übergewicht ist ein problem in unserer Gesellschaft, hat aber viele Gründe, die auch in der Ernährung zu suchen sind. Glauben sie mir, ich bin sportlich und nicht übergewichtig.

4. Sicherheit und fahrerisches Können:

Mir sind E-Biker lieber als die Menschen, die sich jeden Tag in die Blechkaraossen setzen und durch unsere schöne Stadt fahren und dabei Lärm,Stau und Gefährdung anderer verursachen.

E-Biker werden immer häufiger in Unfälle verwickelt, da ihre Anzahl zunimmt. Das Menschen ohne fahrerisches Können unterwegs sind, erlebe ich leider eher bei MTB-Fahrern und Hippstern mit Kopförern auf und Handy in der Hand (am besten noch als Geisterfahrer).

Bei Autofahrern ist übrigens der Anteil der Menschen, die nicht mehr vernünftig fahren können oder wollen (im Sine der StVO) leider nochmal ein ganzes Stück höher.

Aber was ist die Lösung?
Meiner Ansicht nach regelnäßige Kontrolle durch die Polizei auf Fahrrädern, die haben sogar auch E-Bikes bei uns in München.
Die können dann auch gerne die ganzen Falschparker, Vorfahrignorierer und Rambos aufschreiben und ggf abschleppen lassen ;-)
Aber ob das noch kommt….?????

Bis dahin fahre ich trotzdem gerne Fahrrad, E-Bike, Öffis und gehe auch gerne mal zu Fuss.

Viele Grüße aus dem Süden

Beim Lastenrad halte ich einen Pedelecantrieb je nach Topologie und Fahrprofil für sinnvoll. Einkaufen und Kindertransport muss nicht zwingend teil des täglichen Workouts sein. In Münster oder Oldenburg mag Lastenrad ohne Motor auch für nicht sehr sportliche Menschen okay sein, in z.B. Wuppertal oder Würzburg ist es das eher nicht. Und auch die sportlichen Radlinge wollen sich ja vielleicht nicht nach jedem Kindertransport unter die Dusche stellen und machen den sportlichen Teil dann lieber auf dem Rennrad oder MTB, ohne Motor.

Gefühlt wird der Anteil der Pedelecs an den Rädern die tatsächlich bewegt werden imm grösser. Wenn dabei Leute den Weg aufs Rad finden die das über lange Zeit nicht gemacht haben, finde ich das begrüssenswert. Am Ende sind das nämlich einfach ein paar Räder mehr auf der Straße (safety in numbers). Dass dabei erstmal der eine oder andere Torkelradler den Weg auf die Fahrbahn oder den Radweg (leider auch den Gehweg) findet, ist nicht zu ändern. Das wird sich langfristig regeln – entweder dadurch dass diese Menschen es besser hinbekommen, oder dadurch dass sie das Radfahren wieder lassen. Die damit einhergehenden Probleme wie Geisterradeln, Gehwegradeln sind das Ergebnis der Sozialisierung und von schlechter Infrastruktur. Bessere Infra wollen wir alle – und für den Rest gibt’s Aufklärung und zur Not halt Sanktionierung.

Problematisch finde ich hingegen den sportlich orientierten Teil der E-Bike Szene, wo mit 750 WH Akkus und 90 NM Drehmoment der „Uphill Flow“ Leute in Regionen treibt, die sie ohne den Technikeinsatz nie betreten hätten.

Die Situation mit den E-Bikes in den Bergen ist nochmal eine ganz andere: Das E-MTB. Seit ein paar Jahren steigt der Anteil an den dort rumfahrenden Rädern rasant an. An Hotspots, die fahrtechnisch leicht sind aber so einige Höhenmeter erfordern (zB Karwendelhaus, Rotwandhaus, Ehrwalder Alm etc) gibt es an einem durchschnittlichen Sonntag einen E-MTB Anteil von augenscheinlichen 80 %. Noch präsenter sind die E-MTB in Touristenzentren (zB Pertisau, Mayrhofen, Tegernsee etc). Gar keine E-MTB sieht man, wo die nächste Ladestelle mehr als soundsoviele Höhenmeter entfernt ist….

Im Grunde ist ein komplett neues Genre entstanden, Menschen, die dort früher nie Rad gefahren wären, sind jetzt unterwegs, seit geschätzten 2-3 Jahren sieht man jetzt auch ehemalige „Biobiker“ auf E-MTB.
E-MTBler erkannt man in den Bergen meistens aus größerer Entfernung: sie fahren absurd schwere Gänge, der Sattel ist 10cm zu niedrig, einige (wenige) fahren ohne Helm, bergab fahren sie oft Schrittgeschwindigkeit oder schieben. Ein Kuriosum ist, dass ich bisher so gut wie noch nie einen E-Biker bergauf schieben hab sehen aufgrund leeren Akkus, meine (geschätzt aber auch auf Austausch basierende) Erklärung ist, dass ein E-MTBler nichts so sehr im Blick hat wie seinen Akku.
In den Urlaubsorten führt das E-MTB ganz sicher zu weniger Autoverkehr, da sich damit locker durch das ganze (ansteigende) Tal fahren lässt, um alle möglichen anderen Ziele zu erreichen. Mit einem Rad ohne Antrieb früher für viele, die man heute auf E-MTB sieht, nicht vorstellbar.

Das E-MTB wird aber jenseits der Täler sicher noch zu vielen Konflikten führen, die Wege werden immer voller, es wird mehr Unfälle geben, aber wahrscheinlich war das auch schon so in den 2000er Jahren als normale MTB immer mehr wurden und als der Carvingski aufkam…

Für viele Menschen ist (insb.) das E-MTB ein Gerät unvorstellbarer Freiheitsbeschaffung. Die Angst, begrenzt zu werden, fällt weg. Es verleiht totale Unabhängigkeit. Der Radius und auch Horizont wird immens erweitert. Es wird ein Flow, der seinesgleichen sucht, erzeugt. Mittlerweile werden auch echt geile Bikes gebaut, und das ist noch lange nicht alles….Trotzdem sind m.E. E-MTB eher mit Motorrädern als mit normalen Rädern gleichzusetzen.

Ein E-MTB (genau wie ein normales) ist also ein reines Spaßgerät.

Mal sehen wie lange es dauert, bis die Innovationen im Bereich normale Bikes weniger werden…leider wird es kommen….

Ich kenne zwar die Gegend nicht, aber E-MTB-Touren auf Singletrails, Querwaldein und mit hohem Gang bergauf fahrend sehe ich hier auch immer häufiger. An Orten, wo ich mich früher mal etspannen konnte, kaum Menschen zu sehen waren, kommen jetzt die E-Mountainbiker an den irrwitzigesten Stellen aus dem Unterholz gesurrt.

Das ist auch für die Umwelt eine nicht zu unterschätzende Belastung, ähnlich wie die Moppedfahrer, die bei schönem Wetter auf jeder bergigen Slalomstrecke durch die ansich schöne ruhige Gegend im Wald knattern.

Am Schlimmsten sind für mich jedoch immernoch die Sonntags-E-Biker, die ihr blitzblankes Rad für ne Tour auf den Heckgepäckträger packen, zum Zielort in der Region mit Auto fahren, 5-10km rücksichtslos rumdüsen, dann wieder mit dem Auto zurück.
Ich fahre ohne E durchaus mal 130-150 Kilometer am Tag, auch in die relativ nahen Höhenzüge wie den Harz. Einfach nur peinlich, wenn ich da ein Auto mit Kennzeichen meiner Heimatstadt, zwei junge, gesunde Menschen drin und zwei E-Bikes auf dem Radträger sehe.
Hab mich gerade erst vorgestern bei vier jungen „coolen“ E-Bikern bei meiner Abendrunde etwa 3 Kilometer an deren Schutzblech geklemmt, mehr als 25 war bei denen nicht drin, auf 30 beschleunigen und überholen wollte ich aber auch nicht wirklich, Windschattenfahren spart schließlich Kraft, hätte ich aber problemlos geschafft. Die haben sich offenbar verfolgt gefühlt und sich immer umgedreht, was der Alte denn da so nah dran will und wie man den abschütteln kann. ;o)

Wir brauchen keine Innovationen, sondern zuverlässige gute Fahrräder, die von jedem repariert werden können. Ich kann irgendwie nicht verstehen, warum man das Rad immer wieder neu erfinden will, grundsätzlich reicht ne 7-8 Gang-Nabenschaltung, V-Brake und Rücktritt für die meisten Alltagsradler auch aus, alles andere ist viel zu viel high-tech. Hydraulikbremsen kannst eben nicht mal so schnell unterwegs machen, wie nen Bowdenzug nachstellen, einziehen. Reißt der Hydraulikschlauch ab, wars das mit der Bremse.
Mein Vater ist sein Leben lang mit der 3-Sachs-Nabe an seinem Rad von 195x gefahren, reichte ihm auch, er wurde nur schon in den 1980ern schräg von den tollen ADFClern bei Radtouren angesehen, wie man denn mit so einem Rad die 80-100km durchhalten würde. Nach seinem Tod wollte ichs dann auch noch mal wissen und bin mit seinem doch recht vergurkten Rad auch noch 100km in den Vorharz gefahren, ging alles.

Die tollen Superduperbikes braucht keine Sau, alles nur Marketing. Zieht Euch ordentliche Reifen drauf, pumpt auf 4,5 Bar (bzw. Reifenmaximaldruck), dann fährt Opas alte Gurke genauso flott wie ein 2000 Euro-Rad. Das ist der Trick, warum ladenneue Räder immer besser fahren, als die Alten, mit denen man angeschlichen kommt.

Ganz schön viel Text was manche hier schreiben^^

Innerorts, ebenerdig……für normale Leute kein E nötig. Egal ob Last oder ohne.
Für alles andere ist E schon interessant, vor allem wenn man mit Anzug, oder Büroklamotten fährt. Verschwitzt auf der Arbeit ankommen ist suboptimal.

Leute suchen sich gerne Feindbilder, weil sie unglücklich mit sich selbst sind, das entnehme ich den meisten Anti-Ebike Kommentaren. Dass hier einige den eRädern die komplette Daseinsberechtigung absprechen zeugt eben von geistiger Weite.

klaar suche ich mir „Heindbilder“ Herr Hobbyplüschologe…

ich habe nicht grundsä#tlich was gegen E- Bike und E-Lastenräder, nur sehe ich vermehrt Radfahrer darauf, die wie bekloppt duch die gegen heizen und auch keinen Regeln mehr kennen. Am Witzigsten finde ich dann immer wieder, wie ein weißhaariger Senior auf E-Bike in ordentlicher Kleidung dann besonders vorbildlich bei rot über die Ampel fährt, sich auf Ansprache dann noch beleidigend äußert und kein Unrechtsbewusstsein aufweist.
So ein Verhalten kenn man eigentlich nur von pubertierenden Teenagern, der über die Stänge schlägt, aber nicht von nem Opi, der ohne E-Hilfsantrieb kaum noch auf 10 km/h kommt. Derartige Senioren sind in der Regel diejenigen, die den Zeigefinger erheben, wenn jemand anders was falsch macht.

Oder neulich (nächstes „Feindbild“) ein offenbar frisierter oder nicht zugelassener E-Scooter, dessen Geschwindigkeit ich mit knapp 30 km/h (zulässig 20km/h) beim hinterherfahren ermittelte. Das Ding hatte sogar ein Kennzeichen, leider verschmutzt und kaum lesbar.
Außerdem krieg ich nen brechreiz, wenn im Park und uf sinstigen Geh- und Radwegen, Waldwegen,sowie sog. Freizeitwegen stinkende, knatterde Mofas fahren. Diesen Dreck und Lärm will ich ja gerade vermeiden, wenn ich Schleichwege abseits der Fahrbahnen radele.

Regelverstöße durch Radfahrer werden uns ja immer wieder unter die Nase gerieben, dadurch, dass sich immer mehr E-Biker darunter befinden, fallen die durch ihr Tempo und die „aggressive Fahrweise“ noch besonders auf. Es ist einfach nur traurig, dass genau diejenigen, die sonst vielleicht jahrelang noch Auto gefahren sind und auf die Radfahrer gemotzt haben nun als Radfahrer kein Stück besseres Verhalten aufweisen sich auch nicht an die Regeln halten, weil sie meinen alle anderen machen das ja auch.

ich bin auch dafür, dass die Polizei endlich viel mehr den Radverkehr kontrollieren muss, vor 30 Jahren wurden wir noch alle paar Tage angehalten, Rennrad ohne Licht am Tag, Batterielampen am normalen Fahrrad, fehlender Reflektor, Rahnennummerkontrolle/Verdacht auf Diebstahl uvm.. Wir sind kaum aus der Haustür raus, schon kam „rein zufällig“ ein Polizeiwagen oder ne Zivilstreife, welche uns kontrollierten.
Falsche Seite fahren? Bei Rotlicht fahren? Heute schaut die Polizeistreife weg, wenn nicht eine Schwerpunktkontrolle anliegt, früher war sowas ein Grund, sich den Radfahrer mal genauer anzusehen.

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