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Paul Fournel – Anquetil

Anquetil_CoverEine kurze Vorankündigung für die Radsportfans da draußen: Noch im Oktober erscheint Anquetil – Mit Leib und Seele von Paul Fournel im egoth Verlag. Das Buch wurde 2012 in Frankreich zum Sportbuch des Jahres gekürt, jetzt kommt die deutsche Übersetzung.

Einen ausführlichen Blick ins Buch kann man hier werfen. Eine kürzere Inhaltsangabe gibts hier im Blog:

Ich war zehn Jahre alt, ich war klein, rundlich und hatte braunes Haar. Er war groß, schlank, blond und ich wollte so sein wie er. Ich wollte sein Rennrad, seine Erscheinung, seine Nonchalance, seine Eleganz besitzen. Zugleich hatte ich mein Vorbild und mein Gegenbild gefunden.

„Maître Jacques“, wie ihn das Fahrerfeld respektgebietend nannte, ist durch meine radfahrende Kindheit, wie eine majestätische Caravelle, gedüst. Er sah blendend aus wie kein Zweiter. Ich habe seine Rennen verfolgt, ich habe ihn bewundert, ohne jemals zu versuchen, ihn zu verstehen, was das Geheimnis um seine Person noch größer machte. Seine Psyche war komplex, seine Motivierungen waren widersprüchlich, seine Eleganz stach aus dem Peloton heraus, sein Lebensstil war von einem Hauch von Luxus umweht – Dopinggeruch inklusive. Wenn man seiner Tochter Sophie glauben darf, dopte er sogar Goldfische.

Da meine Bewunderung für ihn, dem fünfmaligen Tour-de-France-Sieger, nie erloschen war, kam ich erst später auf die Idee, ein Portrait über ihn zu schreiben. Aber liebte dieser begnadete Fahrer das Rennrad wirklich?

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