2016 endete mit einem Gastbeitrag vom Volksentscheid Fahrrad in Berlin, 2017 beginnt mit einem Gastbeitrag von Christian Hader aus dem Team des Radentscheid Bamberg. Die Bürgerinnen und Bürger nehmen den Radverkehr mehr und mehr in die eigene Hand. Wird 2017 zu einem deutschen Fahrradjahr?

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Man schrieb das Jahr 2012, als die Stadt Bamberg ihre aktuelle Radverkehrsstrategie mit drei Hauptzielen verfasste: Erhöhung des Radverkehrsanteils, Senkung der Unfallzahlen und Akzeptanz des Fahrrads als gleichberechtigtes Verkehrsmittel. Jetzt – im Jahr 2017 – hat Bamberg tatsächlich einen nennenswerten Radverkehrsanteil: 30% aller Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Im Städtevergleich ein beachtlicher Wert, von Fahrradfreundlichkeit oder gar Akzeptanz kann dennoch entgegen der stadteigenen Meinung keine Rede sein. Zu schmale bauliche Radwege in schlechtem Zustand, gefährliche Überholvorgänge im Mischverkehr auch trotz teilweise vorhandener Radmarkierungen und beinahe dauerhaft zugeparkte Radinfrastruktur.

Die tatsächliche Fahrradfreundlichkeit Bambergs spiegelt sich in ganz anderen Zahlen und Realitäten wieder: Das „Fahrradforum“ als städtische Kommunikationsplattform scheiterte Ende 2016 beinahe, da sich die Verbände nicht ernst genommen fühlten. Seit 2012 (richtig, das war das Jahr mit der überarbeiteten Radverkehrsstrategie) sind die Unfallzahlen mit Radfahrerbeteiligung gestiegen und haben 2015 einen Höchstwert (+ 20% im Vergleich zu 2012) erreicht. Statt der in jener Fahrradstrategie anvisierten 5 Euro pro Jahr und Einwohner wurden in der Regel maximal 0,70 Euro für den Radverkehr ausgegeben.

Die Idee, den Volksentscheid Fahrrad als Bürgerbegehren auf kommunaler Ebene nach Bamberg zu transportieren, entstand aufgrund dieser und anderer Entwicklungen, die gegen eine zukunftsweisende Radverkehrspolitik sprechen, im Frühjahr 2016. Es folgten viele Gespräche mit Einzelpersonen und potentiell unterstützenden Verbänden und Organisationen – der Radentscheid Bamberg war geboren. Wir haben uns – bevor wir am 20. Januar unsere 10 Ziele präsentieren und ab März 2017 Unterschriften dafür sammeln – über ein halbes Jahr Zeit genommen, um die Strukturen für den Bamberger Radentscheid aufzubauen: Inhalte definieren, Ziele verfassen, Medienkanäle aufbauen, mit den Vorbildern aus Berlin austauschen, Unterstützer generieren.

Wir wollen mehr Radfahrende, die gut gelaunt durch die „Traumstadt der Deutschen“ fahren und dabei vor allem eines hautnah erleben: ein sicheres Miteinander.

Das Team des Radentscheid Bamberg tritt in große Fußspuren, denn der Volksentscheid Fahrrad in Berlin ist schon jetzt ein voller Erfolg und die dortigen Initiatoren haben Großartiges geleistet. Die Bundeshauptstadt wird fahrradfreundlicher, weil klare inhaltliche und zeitliche Vorgaben geschaffen wurden. Dies haben wir uns für die Weltkulturerbestadt Bamberg zum Vorbild genommen. Wir wollen mehr Radfahrende, die gut gelaunt durch die „Traumstadt der Deutschen“ fahren und dabei vor allem eines hautnah erleben: ein sicheres Miteinander.

Unterstützt uns, egal woher ihr kommt, indem ihr uns im Netz folgt – über unsere Homepage (ab 20. Januar 2017), über Facebook, Twitter, Youtube, unseren Newsletter und durch Online-Einkäufe.

Radentscheid Bamberg

Das Team des Radentscheids Bamberg besteht aus einer stetig wachsenden Zahl von engagierten Bürgerinnen und Bürgern Bambergs. Unter ihnen sind Studenten und Selbständige, Berufstätige und Rentner. Sie sind Singles, Eltern und Großeltern. Viele von ihnen schätzen das Fahrrad als praktisches Verkehrsmittel für die Stadt. Viele fahren aber - je nach Bedarf - auch mal mit dem Auto oder dem Stadtbus. Manche benutzen das Rad für alltägliche Wege oder pendeln mehrere Kilometer zur Arbeit, und manche fahren einfach gerne in der Freizeit. Alle eint der Wunsch nach mehr Radverkehrssicherheit durch eine adäquate bauliche Infrastruktur und mehr Sensibilisierung für den Radverkehr – der Wunsch nach einem sicheren Miteinander aller VerkehrsteilnehmerInnen. (Foto: Radentscheid Bamberg)

Das Team des Radentscheids Bamberg besteht aus einer stetig wachsenden Zahl von engagierten Bürgerinnen und Bürgern Bambergs. Unter ihnen sind Studenten und Selbständige, Berufstätige und Rentner. Sie sind Singles, Eltern und Großeltern. Viele von ihnen schätzen das Fahrrad als praktisches Verkehrsmittel für die Stadt. Viele fahren aber – je nach Bedarf – auch mal mit dem Auto oder dem Stadtbus. Manche benutzen das Rad für alltägliche Wege oder pendeln mehrere Kilometer zur Arbeit, und manche fahren einfach gerne in der Freizeit. Alle eint der Wunsch nach mehr Radverkehrssicherheit durch eine adäquate bauliche Infrastruktur und mehr Sensibilisierung für den Radverkehr – der Wunsch nach einem sicheren Miteinander aller VerkehrsteilnehmerInnen. (Foto: Radentscheid Bamberg)

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