Ride of SilenceMit etwas Abstand möchte ich noch mal kurz allen Organisatoren in den neun deutschen Städten für ihre Arbeit danken. Ich habe in den letzten Tagen und beim Ride of Silence gemerkt, dass es ein bisschen mehr braucht, als nur ein Facebook-Event anzulegen. Ich denke aber, dass alle zufrieden waren. Die Medien haben ausgiebig berichtet. Danke auch noch mal an Andrea von Velophil, die vorab noch etwas geschrieben hatte, was sicher noch einen Schub gegeben hat.

Im folgenden ein kleiner Versuch einer Presseschau zum ersten Ride of Silence in Deutschland. Wer noch mehr Links hat, kann die gerne in den Kommentaren posten.

Osnabrück

In Osnabrück sind wir mit genau 100 Teilnehmern gefahren. Das war mehr als jemals bei einer Critical Mass. Dazu noch die Berichterstattung von NOZ, OS1TV und ffn – ein echter Erfolg, der hoffen lässt, dass das Thema Radverkehr und Sicherheit auf der Tagesordnung bleibt.
Ride of Silence 2015 in Osnabrück (iswaf.de)
Erster „Ride of Silence“ in Osnabrück (noz.de)
Rund 100 Radfahrer beim Ride of Silence (os1.tv)
Erster Ride of Silcence in Osnabrück (Unifunk Osnabrück)

Oldenburg

Oldenburg hat eine richtig nette Fahrradszene, weshalb ich mich auch als erstes an Jelte und Co gewandt habe, ob sie nicht auch mitmachen wollen. Die Zusage kam schnell. Leider hat bei ihnen das Wetter nicht so mitgespielt. Aber auch sie haben mit rund 40 RadfahrerInnen ein Zeichen gesetzt. Danke dafür!
Ride of Silence 2015 (Critical Mass Oldenburg bei Facebook)
Mit weißen Rädern der Toten gedenken (nwzonline.de)

Foto: Yannik Heyer

Foto: Roman Eichler

Stuttgart

Alban aus Stuttgart war meine zweite Adresse für den Ride of Silence. Auch dort gab es keine langen Überlegungen. Die Zusage kam schnell und so fuhren am 20. Mai 96 RadfahrerInnen durch die Stadt, um an Verkehrsopfer zu gedenken.
Ride of Silence (CriticalMassStuttgart.wordpress.com)
Bildergalerie (gniluek.de)

Berlin

Dass Berlin mitmachen würde, war für mich keine Frage. Erstens gibt es hier sehr viele RadfahrerInnen, die mit der aktuellen Situation unzufrieden sind und auch spontan ihre Stimme erheben, bzw. Präsenz zeigen. Und zweitens ist Heinrich in Berlin. Und seine Zusage hatte ich praktisch schon bevor ich überhaupt gefragt habe. Und so hat es Berlin auch gleich geschafft, mit 1.200 TeilnehmerInnen den größten Ride of Silence in 2015 auszurichten – weltweit! Weiter so Berlin!
„Ride of Silence“ fährt für mehr Sicherheit durch Berlin (tagesspiegel.de)
Radfahrer auf dem ‚Ride of Silence‘ (rbb-online.de)
Stop Killing Cyclists – Ride of Silence Berlin 2015 (criticalmass-berlin.org)
Ride of Silence 2015 (radelmaedchen.de)
Ride of Silence (welt.de)
Fahrrad-Demo gedenkt tödlich verunglückten Radfahrern (youtube)
Ride of Silence: 1.200 Menschen in Berlin gedenken getöteten und verletzten Radfahrern (clevere-staedte.de)

Freiburg

Freiburg war auch dabei. Vielen Dank an Christoph, der sich relativ kurzfristig entschlossen hatte, die Sache im Breisgau in die Hand zu nehmen. Zwar kamen bei schlechtem Wetter „nur“ 20 RadfahrerInnen, aber ein Zeichen wurde gesetzt. Gut so!
„Radfahrer werden diskriminiert“, findet Christoph Pfisterer – und organisiert heute eine Demo (fudder.de)

Foto: Christoph Pfisterer

Foto: Christoph Pfisterer

Hamburg

Hamburg hat sich ebenfalls recht spät entschieden, einen Ride of Silence auszurichten. Nichtsdestotrotz erinnerten auch hier 160 RadfahrerInnen mit Schweigeminuten an die Opfer aus dem vergangenen Jahr und setzen ein deutliches Zeichen für den Radverkehr.
Ride of Silence (abendblatt.de)
„Ride of Silence“: Rund zweihundert Menschen gedachten der in Hamburg getöteten Radfahrer (hamburgize.blogspot.com)
1. Ride of Silence Hamburg (Bericht + Bilder) (forum.helmuts-fahrrad-seiten.de)
Ride of Silence (joernjung.wordpress.com)

Karlsruhe

Auch Karlsruhe hat anscheinend einen Ride of Silence gehabt. Davon wusste ich gar nichts und habe es gerade auf der Berichte-Seite des amerikanischen Originals erfahren.

Hannover

In Hannover haben 12 RadfahrerInnen ein Zeichen gesetzt. Ausbaufähig, aber immerhin geraten auch hier die Unfallopfer nicht ganz in Vergessenheit.

Köln

Am ersten Kölner Ride of Silence haben 120 Fahrradfahrer teilgenommen. Begleitet wurde die Fahrt vom ADFC Köln. Kerstin schrieb mir in einer Mail dazu: „Emotional waren alle Haltepunkte, aber am eindruckvollsten war sicherlich unser erster Halt: Im April 2013 ist dort eine 29jährige Frau auf dem Radweg von einem auf einen Hof abbiegenden LKW überfahren worden. (…) Wir trafen an der Unfallstelle auf ihren Vater Werner Hartmann, der uns ab da im PKW mit einem Geisterrad auf seinem Hänger begleitet hat. Die Unfälle der beiden anderen Haltepunkte sind beide am 14.04. diesen Jahres passiert, ein Radfahrer war sofort tot, eine 19jährige Radfahrerin verstarb einige Tage später. An beiden Punkten hat ein Teilnehmer und Sprecher des ADFCs die Umstände erläutert und es wurden Blumen abgelegt. (…) Insgesamt hatten wir eine würdige Veranstaltung.
Ride of Silence Köln 2014 (adfc-blog.de)
Ride of Silence Köln (ADFC Köln bei Facebook)

Nürnberg

Aus Nürnberg habe ich leider noch nichts gefunden…

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