Wie der Radentscheid hat auch der ADFC Osnabrück bei den Oberbürgermeisterkandidat*innen nachgefragt, was die Bürgerinnen und Bürger in Sachen Radverkehr vom neuen Stadtoberhaupt erwarten dürfen. Annette Niermann (Bündnis 90/Die Grünen), Katharina Pötter (CDU), Frank Henning (SPD), Thomas Thiele (FDP) und Jan-Philip Cröplin (Linke) geben ihre Antworten auf fünf Fahrradfragen im Video.

Insgesamt wollen alle Kandidat*innen den Radverkehr nach vorne bringen. Da scheint es einen breiten Konsens zu geben. Wie bedingungslos das gemeint ist, wird man aber wohl erst nach der Wahl sehen. Mit der endet übrigens die Petition zur Verlegung der B68, die hier noch schnell unterschrieben werden kann. Und hier wollen die meisten Kandidat*innen Radverkehrsförderung mit einem Autobahnbau betreiben. Katharina Pötter, Frank Henning und Thomas Thiele schließen sich der Erpressung von Land und Bund an, wonach mit einer Verlegung erst nach dem Bau der A33-Nord gerechnet werden kann – und das dürfte noch mindestens zehn Jahre dauern, wenn es überhaupt noch soweit kommt. Annette Niermann will das schneller und verweist darauf, dass man die B68 bereits jetzt auf die A1 und A30 verlegen kann.

Annette Niermann (Bündnis 90/Die Grünen)

Der Radverkehr hat oberste Priorität. – Annette Niermann (Grüne)

Katharina Pötter (CDU)

Wir können den Verkehrsraum nur einmal verteilen und hier muss der Fahrradfahrer den absolut ersten Zugriff haben. – Katharina Pötter (CDU)

Frank Henning (SPD)

Das Allerwichtigste ist, dass wir Personal für die Planungsleistungen in der Stadt einstellen. – Frank Henning (SPD)

Thomas Thiele (FDP)

Wir müssen uns von der autofreundlichen Stadt trennen. – Thomas Thiele (SPD)

Jan-Philip Cröplin (Linke)

Als erstes planen wir, die Verkehrsmittel zu trennen. – Jan-Philip Cröplin