Eine Radreise ist die wohl schönste Form des Urlaubs. Nichts bietet mehr Freiheit, Entspannung und frische Luft – gesunde Bewegung inklusive. Aus einem tollen Ausflug auf zwei Rädern kann aber auch ein Horrortrip werden, wenn die Vorbereitung nicht optimal war, das Fahrrad nicht passt oder statt Sonnencreme Ölzeug gegen Dauerregen gefragt ist. Auch ein platter Reifen fernab der Zivilisation hebt nicht unbedingt die Urlaubsstimmung, wenn kein Werkzeug dabei ist. Wenn Sie unsere Tipps beachten, wird die Radreise garantiert zu einem wunderbaren Urlaubserlebnis.

Tipp 1: Die Route

Unzählige schöne Landstriche auf dem Globus eignen sich für eine Radreise, theoretisch jedenfalls. Ganz entscheidend ist das Terrain: Soll es in die Berge gehen, ins Flachland oder an die Küste? Eine Alpenüberquerung ist beispielsweise ein wunderschöner Trip. Vergessen Sie aber bei der Planung die Höhenmeter nicht. Wenn Sie allein unterwegs sind, können Sie wahrscheinlich gut einschätzen, wie schnell Sie vorankommen werden und ob vier Pässe an einem Tag machbar sind. Fahren Sie mit einer Gruppe, sieht das ganz anders aus: Planen Sie mit dem langsamsten Teilnehmer, denn der bestimmt das Tempo. Grundsätzlich gilt: Pro 100 Höhenmeter bergauf sollten 15 Minuten zusätzlich an Fahrzeit eingeplant werden.

Auch im Flachland warten Herausforderungen. Wind kann die Tour stark beeinflussen. Wer in Island einmal drei Tage gegen den Westwind mit 35 km/h gekämpft hat, plant die nächste Tour wahrscheinlich in die Gegenrichtung.

Die Frage des Untergrundes beeinflusst die Wahl des Fahrrads, aber auch die zu erwartende Geschwindigkeit. Wird die Strecke eher aus Asphalt bestehen, aus Schotterpisten oder gar märkischem Sand? Fester Untergrund sorgt für eine höhere Geschwindigkeit und mehr Komfort. Bekannte Radwege sind zwar meist befestigt. Der stille und einsame See wartet oft erst nach anspruchsvollem Untergrund, entschädigt aber doppelt für die Anstrengungen. Aber der Weg dorthin könnte länger dauern, als die Karte suggeriert.

Sind Kinder mit auf der Tour, sollten Sie besonders präzise planen. An stark befahrenen Straßen haben weder Sie noch die Kinder Spaß. Kinderräder, die im Sand stecken bleiben, können frustrierend sein, zu lange Etappen oder lange Berge ebenfalls. Und der Nachwuchs, der unkontrolliert Serpentinen hinab rast, sorgt für Adrenalinschübe. Nicht immer können Sie auf einer Tour alles vermeiden. Aber: Herausforderungen lassen Abenteuer entstehen. Die richtige Dosis ist wichtig, vor allem für Kinder.

Tipp 2: Die richtige Kleidung

Die klimatischen Bedingungen auf einer Radtour können deren Verlauf maßgeblich bestimmen. Dabei steht der Sonnenbrand auf der einen Seite des Spektrums, das Frieren auf der anderen und Dauerregen irgendwo dazwischen. Gerade in den Bergen wird das Wetter gern unterschätzt. Nicht selten starten Sie bei hochsommerlichen Temperaturen im Tal und werden auf einem Pass bei winterlichen Werten begrüßt, obendrein zwischen dem Restschnee des letzten Winters. Auch Wetterumschwünge kann es geben: Nicht immer kommt passend zum Gewitter ein Gasthof. Seien Sie daher auf alles vorbereitet und beobachten Sie das Wetter im Urlaubsgebiet. Trotz des knapp bemessenen Stauraums gehören die Regenjacke und die lange warme Hose unbedingt immer dazu. Tragen Sie außerdem Funktionskleidung, die den Schweiß transportiert und verzichten Sie ganz auf Baumwolle – auch bei der Unterwäsche. Das beugt Hautirritationen vor. Handschuhe schützen die Hände und können für mehr Komfort sorgen. Ein Helm sollte unbedingt zur Ausstattung gehören.

Tipp 3: Passende Radelpartner

Wenn der eine die Fahrt zwischen A und B als Rennen gegen die Uhr ansieht und der andere den Weg als Ziel liebt, ist Konfliktpotential vorprogrammiert. Grundsätzlich sollten die Erwartungen und das Konditionsniveau möglichst homogen sein. Ziele werden am besten vorher gemeinsam besprochen. Nichts ist frustrierender, als vom Geliebten mit 20 Kilogramm Gepäck am Fahrrad kilometerweit vor dem Tagesziel abgehängt zu werden. Kinder wollen nicht unbedingt acht Stunden nur im Fahrradanhänger verbringen. Wieder andere haben keine Lust, an jedem Obstbaum stehen zu bleiben. Grundsätzlich gilt: Je größer die Gruppe, desto langsamer geht es insgesamt voran.

Tipp 4: Planung der Etappen und Unterkünfte

Planen Sie die Etappen im Voraus und buchen Sie soweit möglich vorab. Wenn Sie in der Dämmerung hungrig nur überfüllte Pensionen vorfinden, stellt sich eher kein Urlaubsgefühl ein. Erwachsene schaffen im Schnitt 80 bis 100 Kilometer in der Ebene, mit Kindern je nach Alter deutlich weniger. Pausen sind gerade für Kinder wichtig, nehmen Sie sich daher nicht zu viel vor. Ein zeitlicher Puffer ist wichtig, denn er vermeidet Stress und schafft Raum. Sehen Ihre Kinder zum Beispiel einen tollen Abenteuerspielplatz, sollten Sie dort eine Pause einlegen. Auch Pannen können passieren. Nicht wenigen ist die Fähre oder der Zug deswegen schon weggefahren. Portale wie www.bettundbike.de bieten gute Möglichkeiten, nach Unterkünften zu suchen und dort direkt zu buchen. Von unterwegs können Sie mit der dazugehörigen App für das Smartphone sogar etwas Passendes in der Nähe finden. E-Bike-Nutzer halten am besten nach einer Pension mit Ladestationen Ausschau. Oft haben die fahrradfreundlichen Unterkünfte auch eine kleine Serviceecke, in der Sie kleinere Reparaturen selbst erledigen können.

Tipp 5: Das Fahrrad

Radfahrende, die auf die große Tour gehen, sollten ihr Rad bereits kennen. Am besten geht es damit los, nachdem ein Fachmann es ergonomisch angepasst und durchgecheckt hat. Das erspart böse Überraschungen und Schmerzen. Ganz wichtig: Fahren Sie das Rad beladen noch zuhause Probe. Das Gewicht des Gepäcks verändert das Fahrverhalten nämlich nachhaltig: Der Bremsweg wird länger. Kurven sind schwieriger zu fahren, weil die Lenkkräfte deutlich größer werden. Und bergab schiebt die Fuhre plötzlich stärker als sonst. Das Fahrrad sollte für das zu erwartende Terrain geeignet sein. Hartgesottene schaffen es zwar mit einem alten Damenrad über die Alpen, komfortabel ist das aber nicht. Je mehr Berge zu erwarten sind, desto größer sollte die Übersetzungsbandbreite der Schaltung sein. Schmale Reifen kommen im unwegsamen Gelände schneller an ihre Grenzen. Ersatzschlauch und Werkzeug sind obligatorisch, hochwertige und wasserdichte Gepäcktaschen ebenso. Was in keiner Packtasche fehlen sollte: Die Erste-Hilfe-Tasche für alle Fälle. Besuchen Sie vorab einen Workshop, um Pannen unterwegs selbständig beheben zu können. Dann können Sie Ihren Urlaub uneingeschränkt genießen und sich erholen.

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Bilder: © Bett+Bike

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