Immer wieder müssen Handwerker herhalten, wenn über die Zukunft der städtischen Mobilität diskutiert wird. Weniger Fahrbahnen? Weniger Platz für Autos? Dieselfahrverbote? Was sollen denn dann die ganzen Handwerker machen? Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks sieht keine Alternativen zum Diesel. Schon gar nicht das Fahrrad. Das hat er in einem Tweet klargemacht.

Schön, dass es bei Twitter aber eine lebhafte Fahrradszene gibt, die dem Verband auf die Sprünge hilft. @CargoBikeJetzt verweist auf die GRÜNEN Hannover, die einen Heizkörper vom Fahrradkurierunternehmen „Radz Fatz“ zum Rathaus liefern lassen. Der @Umwerfer zeigt Radentscheid-Mitglied und Dachdeckermeister Peter Dixon, der mit dem Lastenrad schneller beim Kunden ist. Und @Traix_Cycles aus Münster zeigen, wie sie es machen.



Dann gibt es noch ein Video aus Wien, wo das Lastenrad „Truck“ beweist, dass der Transport von zwei Gasthermen mit einem Gesamtgewicht von 100 Kilogramm schon geht. „Nur mit Pedalkraft. Kein E-Motor involviert.“

Und Carla Cargo setzt noch einen drauf und liefert 150 Kilogramm Gemüse aus.

Natürlich sind das keine Lösungen für jeden Handwerksbetrieb und viele Handwerker werden auch weiter auf ein Auto angewiesen bleiben. Es muss aber nicht unbedingt ein Diesel sein. Es kann – und darauf gehe ich hier noch nicht mal ein – auch ein E-Auto nach dem Vorbild des StreetScooters der Post sein. Oder eben ein Lastenrad. Man muss die Möglichkeiten nur erkennen. Und letztlich werden es tausende Einzelbeispiele sein, die den Stadtverkehr insgesamt entlasten und dafür sorgen, dass Handwerker, die wirklich auf das Auto angewiesen sind, noch durchkommen…

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