Das Fahrrad wird in diesem Jahr 200 Jahre alt und heute und morgen findet in Mannheim der Nationale Radverkehrskongress 2017 (#NRVK17) teil. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat dafür extra eine Online-Jubiläumskampagne zusammengestellt und einen kleinen Film drehen lassen. Nette Worte werden da gefunden. Besser wäre es, wenn man diese Einsichten in der aktuellen Politik wiederfinden würde.





Denn was auch auffällt: der #NRVK17 ist zum runden Geburtstag des Fahrrades eine große Nummer. Minister Alexander Dobrindt schickt aber wieder nur seinen Staatssekretär Norbert Barthle zum Kongress. Von dem wiederum geistert gerade die selbstzufriedene Erkenntnis durch die Medien, dass der Bund die Mittel für den Radverkehr auf 100 Millionen Euro im Jahr aufgestockt hat. Das relativiert sich aber, wenn man weiß, dass sein Ex-Minister Peter Ramsauer den Radverkehrsetat 2013 von 100 Millionen auf 50 Millionen Euro zusammengestrichen hatte. Wir sind jetzt also wieder da, wo wir für fünf Jahren schon mal waren.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin steigt der Bund in diesem Jahr in die Finanzierung von Radschnellwegen ein. 25 Millionen Euro für ganz Deutschland ist zwar kein großer Sprung, aber immerhin ein Anfang. Darauf kann man jetzt aufbauen. Hoffen wir also, wie der Twitter-Account @Radverkehr, dass aus dem #NRVK17 Taten folgen werden…

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