Nur ein paar „Früher – Heute“ Eindrücke aus Osnabrück, weil ich zufällig an die Aufnahmen gekommen bin. Es fällt auf, wie könnte es anders sein, dass der Verkehrsraum zum Teil extrem aufgeweitet und dem motorisierten Verkehr in den vergangenen Jahrzehnten viel Fläche zugesprochen wurde. Bis auf die Postkarte stammen die Fotos von Günter Böckmann, der mir auch berichten konnte, dass nach dem 2. Weltkrieg ganze Häuserzeilen versetzt wurden, um breitere Straßen anlegen zu können. Das ist zwar nichts Ungewöhnliches, erstaunt einen bei der Ansicht von alten Fotos aber immer wieder sehr.

Hauptbahnhof

Zweifelt jemand daran, dass der Bahnhofsvorplatz früher schöner war? Klar, heute müssen andere Fahrgastkapazitäten bewältigt werden. Aber zubetonieren muss man dafür nicht unbedingt…

Osnabrück, Hauptbahnhof 1917Bahnhof 2015

Hasetor

Früher zwei Spuren für Autos (Kopfsteinpflaster) und zwei für die Straßenbahn. Heute sechs für Autos und links noch eine breite Bushaltestelle. Hier ist der Verkehrsraum deutlich breiter geworden.

Hasetor 1960Hasetor 2015

Rosenplatz

Viel aufweiten konnte man hier nicht. Dafür wurde den Fußgängern rechts die Hälfte ihres Gehwegs genommen.

Rosenplatz 1960Rosenplatz 2015

Am Heger Tor

Hier sieht man, dass die Breite der Einfahrt zur Lotter Straße praktisch um das Doppelte aufgeweitet wurde. Wo sich heute die Mittelinsel befindet, war damals der rechte Fahrbahnrand.

Lotter Straße 1960Lotter Straße 2015

Nikolaiort

Es gibt aber auch positive Beispiele. Über den Nikolaiort fuhren früher noch Autos und Straßenbahnen. Heute bietet der Platz dagegen Raum für Menschen. Man könnte ihn zwar noch etwas netter, sprich weniger versiegelt, gestalten. Aber immerhin. Wer will das Rad der Zeit hier schon noch zurückdrehen?!

Nikolaiort 1960Nikolaiort 2015Bilder: Günter Böckmann (außer Postkarte Bahnhof), mit Unterstützung vom Medienzentrum Osnabrück

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